Uwe Klein führt Kandidatenliste an

FDP fordert mehr Platz für Gewerbe: „Nicht nur Wohnungen bauen“

Neun der 17 Kandidaten, die für die FDP ins Stadtparlament streben, haben sich mit dem ehemaligen ehrenamtlichen Stadtrat Manfred Ester (Zweiter von links) dem
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Neun der 17 Kandidaten, die für die FDP ins Stadtparlament streben, haben sich mit dem ehemaligen ehrenamtlichen Stadtrat Manfred Ester (Zweiter von links) dem

Heusenstamm – Nur knapp verpasst hatte die FDP bei der Kommunalwahl 2016 einen dritten Sitz im Stadtparlament. Jetzt sieht der Orts- und Fraktionsvorsitzende Uwe Klein gute Aussichten, dass die Wähler im März nächsten Jahres „das Engagement der FDP-Fraktion im Stadtparlament honorieren und wir die Politik in Heusenstamm weiter entscheidend mitprägen können“.

Als Beispiele für die Initiativen der Freidemokraten nennt er die Planung zur Deckung des Bedarfs an Kita-Plätzen, Bewegung beim Feuerwehrhaus, Klärung zum Pfarrzentrum St. Cäcilia, die Aufstellung eines Straßenkatasters, die Abwehr neuer Flugrouten, den Erhalt des Status als Mittelzentrum, Erleichterungen für Wallboxen in Garagenanlagen oder die Einrichtung eines Arbeitskreises Finanzen: „Unsere dazu gestellten Anträge haben jeweils eine breite Mehrheit gefunden.“

Zur Kommunalwahl hat die Mitgliederversammlung der Liberalen nun in großer Einmütigkeit eine Liste mit 17 Kandidatinnen und Kandidaten beschlossen. Angeführt wird sie von den derzeitigen Fraktionsmitgliedern Uwe Klein und Dr. Rudolf Benninger. Auf Platz drei kandidiert Dario Clos, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen. An vierter Stelle folgt mit Fabian Engler einer der sechs FDP-Kandidaten aus Rembrücken. Gertrud Steiner auf Platz fünf ist eine von sieben Frauen, die für die Liberalen ins Rennen gehen. Der FDP-Kreisvorsitzende Ernestos Varvaroussis wurde auf Platz sechs nominiert, Anna Sauer auf Platz sieben.

FDP Heusenstamm will Sitz im Magistrat zurück erobern

Auf den weiteren zehn Listenplätzen folgen Stefan Fehrenbach, Marion Steiner, Frank Lehmann, Manfred Steinel, Peter Rüger, Dr. Monika Fischer, Monika Engler, Helena Varvaroussis, Andreas Sengpiel und Martina Webert. Nicht alle seien Mitglieder der FDP, erläutert Klein: „Wir freuen uns, dass sich wieder parteiungebundene Bürger auf unserer Liste zur Wahl stellen.“ Neben einer größeren Fraktion im Stadtparlament streben die Freidemokraten an, wieder im Magistrat vertreten zu sein. 2016 hatten sie ihren Sitz an die AfD verloren.

Klein und Benninger berichteten den Mitgliedern von den von ihnen aktuell laufenden Anfragen und Anträgen. Für das Gelände des ehemaligen Brückenbauhofs zwischen S-Bahn und Industriestraße soll nach den Vorstellungen der Freien Demokraten der Anteil der Gewerbeflächen deutlich erhöht werden. „Ein weiterer Discountmarkt zum vorgesehenen Drogeriemarkt würde endlich zu etwas mehr Vielfalt und Wettbewerb beim großflächigen Einzelhandel führen“, meint Klein.

Auf jeder sich bietenden Fläche so viel Wohnungen wie möglich zu bauen, könne nicht die Richtschnur für die weitere Stadtentwicklung sein, sind sich die FDP-Vertreter sicher. „SPD und Bürgermeister verfolgen aber diese Politik und wollen auch auf dem Gelände der Feuerwehr und des Jugendzentrums Geschosswohnungsbau“, fährt Klein fort. In Heusenstamm müsse die Balance zwischen Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur gewahrt werden. „Anders werden wir die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt nicht sichern können“, ergänzt Benninger. (clb)

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