Wenn die Sicherung zum Hindernis wird

Obertshausens Grüne machen den Drängelgitter-Test

Da hilft nur umheben: Wie an der Karl-Mayer-Straße gibt es an vielen Drängelgittern in Obertshausen kein Durchkommen mit dem Anhänger oder Lastenfahrrad.
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Da hilft nur umheben: Wie an der Karl-Mayer-Straße gibt es an vielen Drängelgittern in Obertshausen kein Durchkommen mit dem Anhänger oder Lastenfahrrad.

Zu einer „Drängelgitter-Tour“ sind einige Mitglieder des Obertshausener Ortsverbands von Bündnis 90 / Die Grünen aufgebrochen. Auf ihrer rund 12 Kilometer langen Runde durch beide Stadtteile steuerten sie verschiedene Rad- und Fußwege mit Drängelgittern, Pfosten oder ähnlichen Engstellen an. Unterwegs war die Gruppe dabei auch mit größeren Gefährten wie einem Lastenrad mit fast 90 Zentimetern Breite, einem Fahrrad mit Kinderanhänger sowie einem Rad mit gepackten Satteltaschen.

Obertshausen –Ziel der Lokalpolitiker war es, dabei zu prüfen, welche Stellen den Sicherheitsanforderungen entsprechen und barrierefrei sind und wo derzeit noch Verbesserungsbedarf besteht. Fazit: An vielen Stellen in der Kleinstadt gebe es Hindernisse, die das Durchkommen von Verkehrsteilnehmern mit Lastenfahrrädern, Rollatoren, Kinderwagen oder Rollstühlen erschweren oder gar unmöglich machen, berichten die Grünen. Die größten Probleme hatten dabei, wenig verwunderlich, das Lastenfahrrad und jenes mit Kinderanhänger. Beide habe man an einigen Umlaufsperren nur mit Hilfe weiterer Personen „durchheben“ können, berichtet Grünen-Fraktionschef Klaus-Uwe Gerhardt.

Zudem hätten einige dieser Hindernisse entlang der von Fraktionsvize Oliver Bode vorbereiteten Tour nicht der Verkehrssicherheit entsprochen. Bestes Beispiel dafür sei etwa das Drängelgitter an der Karl-Mayer-Straße gegenüber der Fünfhäusergasse, erläutert Gerhardt. Dieses sei nicht nur viel zu eng, sondern berge durch die seitliche Begrenzung mit einer Kette auch ein höheres Unfallrisiko. „In den meisten Fällen ließe sich das Problem schnell und mit geringem Kostenaufwand beheben“, erläutert Gerhardt. Einen dementsprechenden Antrag habe die Fraktion für die kommende Sitzungsrunde bereits gestellt.

Doch auch Lob haben die Teilnehmer für die ein oder andere Lösung übrig. „Auch wenn an einigen Stellen die Barrierefreiheit nicht gegeben ist und die Verkehrssicherheit sogar verschlimmbessert wurde, so gibt es in Obertshausen doch auch positive Beispiele, wie es gut gemacht wird“, findet Oliver Bode. Etwa die Umlaufsperre an der Unterführung zur S-Bahn an der Ringstraße aus Richtung Maingau Energie kommend, wie Klaus-Uwe Gerhardt ergänzt. Dort sei das Drängelgitter bereits versetzt und zudem am Boden mit entsprechenden Fahrbahnmarkierungen versehen worden. (Von Thomas Holzamer)

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