Tag der offenen Türen in allen Kindebetreuungseinrichtungen der Stadt

Warteliste ändert sich täglich

+
Fabian und Timo dürfen das Kinderhaus entdecken.

Heusenstamm - Zu einem gemeinsamen Tag der offenen Tür haben alle Heusenstammer Kindertagesstätten eingeladen. Eltern konnten sich dabei über Räumlichkeiten ebenso informieren wie über die personelle Ausstattung oder Anmeldeformalitäten.

Gerade einmal acht Monate alt sind die Zwillinge Fabian und Timo. In knapp zwei Jahren sollen sie einen Kindergarten besuchen. „Uns ist es wichtig dass die Zwillinge gemeinsam in einer Gruppe und bis zum Eintritt in die Grundschule durchgängig in einer Einrichtung sind“ betonen die Eltern. Nicole Beitz führt die Familie durch die Räumlichkeiten des Kinderhauses Wiesenborn und beantwortet geduldig alle Fragen. Für die Eltern ist es wichtig, die Bezugspersonen ihrer Kinder kennen zu lernen. „Wenn Eltern meinen, dass Kinder unter zweieinhalb Jahren schon miteinander spielen und deswegen ein Hortplatz für die Sozialkompetenz wichtig sei, dann irren sie“ erläutert Kinderhaus-Leiterin Gerit Witzel.

Familie Rokohl aus Rembücken hat mit den Zwillingen insgesamt drei Einrichtungen auf dem Programm: Die Kindertagesstätte in Rembrücken, die Schlosszwerge und das Kinderhaus Wiesenborn. „In Rembrücken haben wir uns vormerken lassen. Aber bei acht verfügbaren Plätzen sind wir auf der Warteliste nun auf Platz 48“ berichten die beiden. Die Leiterin des Kinderhauses ist mit dieser Rangliste eher zurückhaltend: „Diese Liste ändert sich täglich und wenn Eltern bei allen Einrichtungen eine Anfrage gestartet haben können sehr schnell die Plätze wieder frei werden“. Ähnlich ist das im Kindergarten Maria Himmelskron. Monika Schalk, Leiterin der katholischen Einrichtung, weiß aus Erfahrung, dass die Nachfrage stark variiert: „Durch die vielen Neubaugebiete haben wir einerseits sehr kurzfristige Anfragen. Da nehmen Eltern den nächstbesten freien Platz und andererseits haben wir Eltern, die schon zwei bis drei Jahre vorher planen, in welche Einrichtung die Kinder kommen sollen.“

Spielkreis statt Kneipentour: Wenn Freunde Eltern werden

Wie in den anderen Kindertagesstätten herrscht an diesem Nachmittag rege Nachfrage. Rund 30 Eltern haben den Weg in die Goethestraße gefunden um sich zu informieren. „Für uns ist die kirchliche Bindung und die Vermittlung christlicher Werte ein wesentliche Bestandteil unseres Konzepts“, erläutert Schalk. Dabei hat sie die Erfahrung gemacht, dass auch muslimische Eltern einen großen Wert darauf legen, dass deren Kinder eine frühkindliche Erziehung erfahren, die sich an Werten gläubiger Menschen orientiert. Für die Zwillinge Fabian und Timo wird es erst im Frühjahr 2017 ernst. Bis dahin werden sich ihre Eltern zu Hause um sie kümmern. Mit dem Tag der offenen Tür hat sich die Familie aber auf die Zukunft vorbereitet und Klarheit über unterschiedlichen Betreuungskonzepte gewinnen können.

jro

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare