Offiziell Ganztags-Schule

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Vier Siegerinnen mit Lehrerin Yeliz Balci und Rektor Matthias Lippert.

Heusenstamm - Erfolgreiche Mathematik-Schüler an der Adolf-Reichwein-Schule ausgezeichnet. Am Tag der offenen Tür soll Qualität des Instituts den Eltern präsentiert werden.

„Anton arbeitet sieben Stunden und erhält dafür 42 Euro. Am nächsten Tag arbeitet er nur fünf Stunden. “ So oder so ähnlich beginnen die Aufgaben im Mathematik-Wettbewerb der Jahrgangsstufe acht. Die Frage ist klar, die Antwort nicht jedem. Die vier Schülerinnen der Adolf-Reichwein-Schule (ARS), die in dieser Klassenarbeit am besten abgeschnitten haben, erhielten gestern Urkunden und Pokale.

Mit dem hessenweiten Vergleich soll das Breitenwissen gefördert werden, betont Schulleiter Matthias Lippert vor den im Mehrzweckraum versammelten Achtklässlern. Ein positives Abschneiden im Test erfordere, dass die Absolventen den Lehrstoff mehrerer Schuljahre beherrschten. Er setze einen Maßstab und zeige dem einzelnen Schüler, in welchen Themen er fit ist und wo er noch üben muss. Der nächste Test dieser Art sei die Abschlussprüfung, die auch in Deutsch und Englisch abgelegt werden müsse, erinnert der Rektor.

Er gratuliert Meliha Bagdatli aus der 8Ra, die in der Gruppe B, Realschule, mit 37,5 von 48 Punkten das beste Ergebnis erzielte. Patricia Lekic (8Rb) erreichte 36 Punkte. In der Gruppe C (Hauptschule) lagen Sarah Widmann (42,5) und Laura Töppe (28), beide aus der 8Hb, ganz vorne. Mathe-Lehrerin Yeliz Balci überreichte die Preise. Bewertet wurden die Lösungen von acht Pflicht- und zwei der fünf Wahlaufgaben. Dabei mussten die Teenager ihr Wissen in Geometrie, Prozentrechnung, Zuordnungen und Gleichungen unter Beweis stellen.

Mathe ist nicht das Lieblingsfach

Begeisterte Zahlenjongleure oder große Talente seien sie nicht, erklärten die vier jungen Damen, Mathematik sei auch nicht ihr Lieblingsfach. Vor der Prüfung haben sie lediglich mit den Lehrkräften Yeliz Balci, Pinar Saricicek und Detlef Reissmann Fragestellungen zu den verschiedenen Themengebieten beackert. Sarah hat schon sehr konkrete Vorstellungen von ihrem Berufsleben, mit dem sie im kommenden Jahr beginnen kann: Sie möchte Pferdewirtin werden. Auch Meliha zieht es durchaus zu den „Natur“-Wissenschaften, auch sie möchte lieber mit Tieren als mit Zahlen arbeiten.

Die insgesamt 482 Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule mit Förderstufe haben viele Möglichkeiten, sich auf ihr späteres Leben vorzubereiten. So könnten Realschüler mit einem guten Abschluss ohne Weiteres anschließend das Abitur ablegen, betont Matthias Lippert. Mit 204 Schülern ist dieser Zweig der größte. Es folgen die Förderstufe und die Hauptschule sowie zwei Klassen für Seiteneinsteiger, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

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Seit diesem Schuljahr sei die ARS nun offiziell eine Ganztagsschule und biete von Montag bis Donnerstag auf freiwilliger Basis eine Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr an, hebt der Rektor hervor. Für die Klassen 5 und 6 gibt es nach der Mittagspause eine freiwillige kostenfreie Lernzeit, in der auch Hausaufgaben gemacht werden, meist betreut von Lehrkräften, die die Klassen auch unterrichten. Förderkurse und Arbeitsgemeinschaften ergänzen das Angebot am Nachmittag.

Am Samstag, 7. Februar, öffnet die Adolf-Reichwein-Schule, Leibnizstraße 61, von 8.45 Uhr bis 12.45 Uhr ihre Türen für Eltern, Freunde und Verwandte der Schüler. Vor allem aber sind Grundschüler der vierten Klassen mit ihren Eltern willkommen, die sich von der Qualität der Schule überzeugen wollen.

Es gibt Gelegenheit zum Französisch-Schnupperunterricht, zum Lernen lernen, Unterricht am PC im Fach Deutsch, Geschichtsprojekte, Kunstarbeiten und Arbeitslehre-Kurse mit handwerklichen Arbeiten im Polytechnikzentrum. Ergänzend werden gezeigt die „Bewegte Pause“, der Schulsanitätsdienst, die Erarbeitung eines Musicals im Fach Musik, die Nachhaltigkeit in Technik und Naturwissenschaft und Waffeln backen in der Lehrküche. Nach der Begrüßung können die Gäste am Unterricht teilnehmen. Von 9.45 Uhr an beantwortet die Schulleitung Fragen. 

M. / clb

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