Sanierungsarbeiten

Neue Kanäle im alten Ort

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Tagsüber ist die Ludwigstraße meist auf beiden Seiten zugeparkt. Begegnen sich dann zwei Autos, wird es schwierig.

Heusenstamm - In der Patershäuser Straße zwischen Frankfurter und Paulstraße, in der Ludwig- und in der Pfortenstraße sind Sanierungsarbeiten an der Kanalisation eigentlich überfällig. Von Claudia Bechthold 

Doch Bürgermeister Peter Jakoby möchte die Chance größerer Bauarbeiten in diesem Viertel nutzen, um das Verkehrskonzept zu überdenken. Schon seit geraumer Zeit werden nach und nach Abwasserkanäle und Trinkwasserleitungen im neuen alten Ort ausgetauscht. Als nächstes, so kündigt es Bürgermeister Peter Jakoby an, seien die Patershäuser Straße zwischen Frankfurter und Paulstraße an der Reihe, Pfortenstraße und Ludwigstraße. Bevor aber das erste Stück Asphalt in einer dieser Straßen aufgerissen wird, möchte der Verwaltungschef ein neues Verkehrskonzept für das Quartier vorschlagen.

„In diesen Straßen sind die Bürgersteige sehr schmal, Fußgänger müssen immer wieder auf die Fahrbahn ausweichen“, sagt er. Auch der Parkraum müsse überarbeitet werden. Die Kreuzungen seien meist unübersichtlich. Und für Radfahrer seien die engen Gassen auch nicht optimal. Schon vor rund sechs Jahren hatte der Darmstädter Fachmann für Verkehrswesen im Fachbereich Bauingenieurwesen, Jürgen Follmann, ein Radwegekonzept für die gesamte Altstadt vorgelegt. Beschlossen wurde es allerdings nicht. Nun will Jakoby das Thema wieder aufgreifen. Allerdings soll es dabei um alle Verkehrsteilnehmer gehen: Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer.

Allerdings will der Bürgermeister die betroffenen Bürger an den Entscheidungen beteiligen. Ähnlich wie bei der Erhaltungssatzung sollen die Anwohner ein mögliches Konzept kennen lernen, bevor es beschlossen wird, und an der Diskussion darüber teilhaben. Ein Fachbüro sei bereits beauftragt, berichtet Jakoby, ein Konzept für das Quartier zu erarbeiten. Spätestens im November wolle er dann die Bürger einladen und die möglichen Pläne vorstellen. „Es ist wichtig, dass man mit den Anwohnern über solche Veränderungen spricht“, betont er noch. Das alles werde aber noch dauern.

Kurios: So tierisch kann ein Stau sein

Schon allein für die Bauarbeiten schätzt Jakoby – alles zusammen, werde man Jahre benötigen. Und alle drei Straßen könne man ohnehin nicht gleichzeitig aufreißen. Nach und nach müssten die Kanäle in diesen Straßen also erneuert werden. Und dann müsse es eben schon vorher darum gehen, wie man zum Beispiel Begegnungsverkehr in der Ludwigstraße ermöglichen kann, sofern das überhaupt erwünscht sei. Oder wie die Parksituation in allen drei Straßen künftig geregelt werden soll, zumal der Parkdruck in der Altstadt nicht sinkt. Über eines müssen sich die Anwohner allerdings auch klar sein. Wenn dort saniert wird, werden auch Straßenbeiträge fällig.

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