Perfekt bei Dreisatz und Winkeln

Heusenstamm - Adolf-Reichwein-Schule: Mathe-Asse im landesweiten Wettbewerb ausgezeichnet und für Kreisentscheidung qualifiziert

Für wen Kathete und Hypotenuse keine Fremdwörter sind, wer sich auf der X- und der Y- Achse auskennt und wer auch Unbekannte rasch identifiziert, dem dürften die Aufgaben des Mathematik-Wettbewerbs kaum Mühe bereiten. Die Adolf-Reichwein-Schule benannte gestern ihre größten Talente in dieser Disziplin - zumindest jene aus der Jahrgangsstufe 8.

Sie erhielten diesmal nicht im stillen Kämmerlein des Direktorats ihre Urkunden und Präsente. Schulleiter Matthias Lippert entschied, sie als Vorbilder im Kreis sämtlicher Mitschülerinnen und -schüler auszuzeichnen und lud die vier Klassen der Haupt- und Realschule zu einer kleinen Feier in die Aula ein.

Dabei fand er viele lobende Worte für die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahre. Selten zuvor schnitt ein 8. Jahrgang so gut ab wie der aktuelle. Das bestätigte Christa Budan, Fachleiterin für Mathematik an der Reichwein-Schule. Von 48 erreichbaren Punkten erlangte Christoph Saloch aus der 8Ra als bester Absolvent der Realschule stolze 43. Der junge Offenbacher fährt damit am Mittwoch, 3. März, nach Langen, wo der Kreisentscheid stattfindet. Ihn begleiten Andre Zimmermann aus der Parallelklasse 8Rb sowie Igor Shykhalyev aus der 8Ha, ebenfalls aus der Lederstadt. Die zweitplatzierte Priyanka Masih wird dort nicht teilnehmen können.

Mit 35 Punkten erreichte sie zwar eine gute Leistung, erläuterte Christa Budan. Doch bei den Hauptschülern fehlten viele der Teenager krankheitsbedingt, so dass lediglich 30 den Test mitschrieben. Es hätte jedoch wenigstens ein Schüler mehr sein müssen, damit die Heusenstammer Institution auch zwei Vertreter der Hauptschule in die nächste Runde hätte entsenden können.

Die Mathe-Lehrerin sieht nicht nur für Christoph, sondern auch für Andre, der mit 42,5 Punkten nur knapp hinter dem Sieger liegt, sowie für Igor mit 38 Punkten gute Chancen, in Langen eine Fahrkarte zum Landesentscheid zu lösen. Zusammen mit dem Direktor überreichte sie den vier erfolgreichsten Schülern neben den Urkunden aus Wiesbaden ein Zirkelset. „Das braucht ein Mathematiker immer!“

Die Arbeiten, die immerhin sechs Din-A-4-Seiten lang waren, beinhalteten Pflicht- und Wahlaufgaben, erklärte die Pädagogin. Dabei mussten die Hauptschüler Bruch- und Prozentrechnung, Dreisatz und Winkelberechnung beherrschen, die in diesem und im vergangenen Schuljahr unterrichtet wurden. Anforderungen aus der Geometrie waren die Achtklässler noch nicht gewachsen, „das kommt erst noch dran“. Die Probanden aus der Realschule mussten sich dazu in der Achsensymmetrie bewähren. Bei den frei wählbaren Fragen beschäftigten sich die meisten mit Knobeleien.

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