Drei digitale Diskussionsveranstaltungen der Heusenstammer Partnerschaft für Demokratie

Das Phänomen Antisemitismus in Krisenzeiten

Zur „Konferenz“ der Partnerschaft für Demokratie im November trat die Gruppe „Creative Change“ auf. Foto: BW (B)

Antisemitismus in Deutschland bleibt ein hochaktuelles Thema. Mit drei digitalen Veranstaltungen befassen sich die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach sowie der Städte Heusenstamm und Pfungstadt mit diesem Thema.

Heusenstamm – Antisemitismus in Deutschland bleibt ein hochaktuelles Thema. Mit drei digitalen Veranstaltungen befassen sich die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Offenbach sowie der Städte Heusenstamm und Pfungstadt mit diesem Thema. Die Teilnahme ist über die Online-Plattform „Zoom“ möglich.

Man wolle sich Perspektiven von der Vergangenheit bis hin in die Gegenwart zuwenden und einen möglichen Ausblick im Umgang mit Antisemitismus in die Zukunft eröffnen, heißt es in der Ankündigung. Die Veranstaltungen befassen sich mit geschichtlichen, pädagogischen sowie wissenschaftlichen Einblicken in das Themenfeld. „Sie bieten die Grundlage, sich mit dem Phänomen Antisemitismus und seiner Kontinuität zu befassen.“ Dabei werde gezeigt, was geschehen ist, aber auch, was jeder tun kann, um sich Antisemitismus im Alltag entgegenzustellen.

Der erste Vortrag am heutigen Mittwoch, 10. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr heißt „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus – Erkenntnisse aus den neueren Forschungen zum Antisemitismus im Alltag und in den Institutionen“. Referentin ist Professorin Dr. Julia Bernstein aus Frankfurt, die Befunde aus den neuen Forschungen zum Antisemitismus an Schulen präsentiert. Anschließend werden sich der Verein „Ofek“ („Ofek“ ist hebräisch und heißt „Weite, Horizont“) und das Projekt „Ofek Hessen – Community basierte Interventionen“ vorstellen, das verschiedene Beratungsformate im Umgang mit Antisemitismus anbietet.

Weiter geht es am Mittwoch, 17. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr mit dem Vortrag „Antisemitismus und Corona“ von Jonas Fedders, Journalist und Soziologe. Er werfe einen Blick auf Geschichte und Theorie der Judenfeindschaft, heiß es. Anhand von Beispielen von den derzeit bundesweit stattfindenden „Hygiene-Demonstrationen“ gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll zudem gezeigt werden, wie der Antisemitismus als Welterklärungsmodell in Krisenzeiten „einfache Antworten“ verspricht.

Und am Mittwoch, 24. Juni, ist von 20 bis 21 Uhr der Film „Erhobenen Hauptes – (Über)leben im Kibbuz Ma‘abarot“ von Katharina Rhein und Adrian Oeser zu sehen. Er erzählt die Lebensgeschichten von fünf Personen, die alle in Deutschland aufgewachsen sind und als Juden ab 1933 von den Nazis verfolgt wurden und im Kibbuz Ma‘abarot in Israel leben.

Bei allen Treffen kann anschließend diskutiert werden. Die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen ist kostenlos. Zur Anmeldung und bei Rückfragen steht Cansu Dogan von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Pfungstadt zur Verfügung. Den Link zur Teilnahme sowie Informationen zum Ablauf erhalten Interessierte per Mail an cansu.dogan@awo-of-land.de.  clb

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