Tipps zum Datennetz

„Internet mit Kindern lernen“

Gut besucht war die Veranstaltung der Jugendfeuerwehr Rembrücken mit dem Internetberater der Polizei.
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Gut besucht war die Veranstaltung der Jugendfeuerwehr Rembrücken mit dem Internetberater der Polizei.

Heusenstamm - Jeder kennt sie, fast jeder nutzt sie: Soziale Netzwerke im Internet wie Facebook, Google+ oder Twitter. Und immer wieder hört man von Problemen: Facebook-Partys, Datenmissbrauch, Identitätsdiebstahl oder Mobbing im Internet. Von Claudia Bechthold

Die Jugendfeuerwehr Rembrücken wollte ihren Mitgliedern die Chance geben, sich über diese Themen zu informieren. Sie haben den Internetberater der Polizei eingeladen. Kriminalhauptkommissar Markus Wortmann hatte viel zu erzählen. Als Internetberater des Polizeipräsidiums Südosthessen kennt er sich bestens aus mit den Gefahren, die der Umgang mit Computer und Internet mit sich bringen können. Der Jugendausschuss der Rembrücker Wehr hatte zudem kurzerhand auch die Eltern zu dem Vortrag eingeladen. Eine Premiere, die als gelungen betrachtet wird. Mehr als 50 Personen ließen sich informieren und beteiligten sich an der Diskussion.

Mit seinem aufgelockerten Vortrag sei es Markus Wortmann gelungen, Jugendliche und Eltern zu begeistern, berichtet Harald Manger vom Jugendausschuss. Allerdings stellte sich auch in Rembrücken heraus, was Wortmann schon lange weiß. Kaum jemand lese zum Beispiel die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) jener Anbieter , mit denen er im weltweiten Datennetz zu tun hat.

Mit dem Medium groß geworden

„Viele Eltern sind nicht mit diesem Medium großgeworden“, weiß Markus Wortmann, und deshalb falle es ihnen schwer, sich damit eingehend zu befassen. Er empfehle daher, dass Eltern sich gemeinsam mit ihren Kindern mit dem Internet vertraut machen sollten. „Lernen, in dem man damit umgeht“, sagt er. Zumal dies ein Gewinn für alle Beteiligten sein könne.

Schwieriger werde es, Kindern bewusst zu machen, dass das Internet nichts vergisst. Einem Dreizehnjährigen klar zu machen, dass ihm Fotos, die er vielleicht heute während einer Party ins Internet stellt, in spätestens zehn Jahren bei einer Bewerbung zum Verhängnis werden könnten, sei nicht so leicht. Versuchen müsse man es dennoch.

Nach eigenem Namen suchen

Immer wieder sollte man zudem überprüfen, was über die eigene Person auftaucht, wenn man seinen Namen in die Suchmaschine Google eingibt. Bewussten Umgang auch mit allen Daten, die man preisgibt, empfiehlt Markus Wortmann außerdem. So wundert er sich immer wieder darüber, wie viele Menschen sich im Internet zum Beispiel in den Urlaub verabschieden. Das sei ja fast schon eine Einladung für Einbrecher.

Bilder einer Facebook-Party

Knapp 1000 Gäste bei Facebook-Party in Backnang

Facebook-Party Backnang
Facebook-Party Backnang
Facebook-Party Backnang
Facebook-Party Backnang
Knapp 1000 Gäste bei Facebook-Party in Backnang

Verbote für Kinder, davon rät er ab, ebenso von ständiger Kontrolle. Wichtig sei, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass sie mit allen Problemen zu ihren Eltern kommen können, auch wenn sie vielleicht eine kleine Dummheit begangen haben. Und natürlich sollten ein gutes Virenschutzprogramm sowie eine gute Kindersicherung nicht fehlen. „Der Abend war für uns ein großer Gewinn“, freut sich Harald Manger. Das werde man zu ähnlichen oder ganz anderen Themen sicher wiederholen.

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