Anderes Pflaster im Innenhof / Beleuchtung wird erneuert / Brunnen erhält Licht mit wechselnden Farben

Rankende Rosen für das Schloss

+
Über die Planungen für die „Runderneuerung des Schlossinnenhofs informierte Bürgermeister Peter Jakoby während der jährlichen Rundfahrt Heusenstamms Stadtverordnete an Ort und Stelle.

Heusenstamm ‐ Lichtlinien am alten Teil des Schlosses, Bodenstrahler vor dem neuen Gebäudeteil, wechselnde Farben für den Betonbrunnen, sich rankende Rosen, bewegliche Blumenkübel und Bänke sowie vor allem ein neues Pflaster in der Mitte: Es wird keine vollständige Renovierung für den Schlossinnenhof, aber das Notwendigste soll gemacht werden. In gut einer Woche werde mit diesen Arbeiten begonnen. Von Claudia Bechthold

Anlass für die Erneuerung sind die Beleuchtung, die zum Teil nach 26 Jahren schlicht kaputt sei, und das Kopfsteinpflaster im Schlosshof, das vor allem Rollstuhlfahrern die Durchfahrt ohne Hilfe fast unmöglich macht. „Die Lampen im Innenhof sind mehr oder weniger hinüber, zwei der Laternengruppen haben wir ja schon entfernen lassen“, erläuterte Bürgermeister Peter Jakoby einer Gruppe Stadtverordneter während der alljährlichen Rundfahrt. Zudem seien die großen Glaskugeln nicht mehr zu erhalten. Wenn eine der Kugeln beschädigt würde, müsste eine neue für einen Preis von etwa 1000 Euro eigens angefertigt werden. Zudem ließen sich diese Kugeln kaum reinigen. Ein weiteres Problem seien Kriechströme in den Leitungen. Die Kabel müssten dringend ersetzt werden, auch jene für die Beleuchtung im Schlossgraben auf der Vorderseite.

In einer Breite von etwa fünf Metern sollen Betonwerksteine mit einer Basaltoberfläche entlang der Mittelachse und an beiden Seiten um den Brunnen herum die buckeligen Steine ersetzen. Mehrfach bereits hatten Rollifahrer beklagt, dass das jetzige Pflaster nur mit großer Anstrengung zu passieren sei.  Damit sei auch die Behindertentoilette im Erdgeschoss des Neubauteils fast nicht zu erreichen. Dies werde nun geändert.

Den Brunnen selbst werde man erhalten, meinte Jakoby. Obwohl schon mehrfach vorgeschlagen worden sei, ihn zu entfernen. Aber der Brunnen sei auch ein Zeitdokument der 70er Jahre. „Und außerdem wären uns, glaube ich, die Kinder böse.“ Deshalb werde man den Brunnen so mit wechselnden Farben bestrahlen, dass ihm seine „Beton-Dominanz“ genommen werde.

Ersetzt wird auch die abgehängte Decke der Tordurchfahrt zwischen Innenhof und Bannturm. Die sehr niedrige Unterführung ist dunkel und drückend. Sie soll künftig heller werden und auch „zeitgemäße Beleuchtungselemente“ erhalten.

Den Innenhof sollen große Pflanzkübel und Bänke ohne Lehnen auflockern. „Diese Elemente sollen beweglich sein, damit wir, nach dem großen Erfolg zum Stadtrechtefest, für alles zur Seite räumen können.

Die Innenseite des historischen Schlossteils soll schließlich, neben der neuen Beleuchtung an Giebeln und Traufkanten, zwischen den Fenstern Rankgitter erhalten. Daran sollen Rosen nach oben wachsen, damit mehr Farbe in den Hof kommt.

Insgesamt werde der Umbau 218 000 Euro kosten. Darin enthalten seien etwa 12 000 Euro für Eigenleistungen, die von Bauhofmitarbeitern erbracht würden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare