Stadtbücherei in Heusenstamm

Rekord im Jubiläumsjahr

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Katja Richter ist mit dem Start ins neue Jahr zufrieden.

Heusenstamm -  Einen positiven Start ins neue Jahr vermeldet die Stadtbücherei Heusenstamm. In den ersten beiden Monaten gab es einen Anmelderekord. Leiterin Katja Richter freut sich dabei über die gelungene Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen. Von Patrick Eickhoff 

„Seit fast 25 Jahren bin ich dabei, aber so eine hohe Zahl an Anmeldungen zu so einem frühen Zeitpunkt im Jahr gab es noch nie“, sagt Katja Richter freudestrahlend mit Blick auf die vergangenen Monate. Bereits 52 neue Lesebegeisterte haben sich im Januar und Februar dieses Jahres angemeldet. Zum Vergleich: 2017 waren es zum gleichen Zeitpunkt erst 15 Neuanmeldungen. „Im März waren es zwar ,nur’ zwölf, aber der Trend ist dennoch positiv.“

Damit wächst die Zahl der registrierten Leser auf 3133. „Bei rund einem Drittel davon handelt es sich um aktive Leser“, erläutert Richter. Die Leiterin hat mehrere Gründe für den positiven Trend ausgemacht. „Besonders die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas ist größer geworden.“ So besuchen Gruppen der hiesigen Kindertagesstätten und Schulen regelmäßig die Bücherei, um sich Bilderbuchkinos anzuschauen oder ein Erzähltheater vorgestellt zu bekommen. „Es ist schön zu sehen, dass die Kinder noch Interesse an Literatur und Büchern haben.“

Seit vielen Jahren bietet die Bücherei außerdem zusätzliche Lese-AGs an. Auch beim Kultursommer beteiligt sie sich. „Die Kinder, die vor 20 Jahren dabei waren, haben jetzt eigene Kinder und kommen zu unseren Festen.“ Diese Regelmäßigkeiten zeigen positive Wirkung.

Einen weiteren Grund für den Zuspruch sieht Richter in den neuen Wohngebieten der Schlossstadt. „Es ist zwar klein und familiär, aber das schätzen die Leute, die hier waren meistens.“ Viele junge Familien entschließen sich daher, sich bei der Bücherei anzumelden. „Es ist schön, dass viele Eltern der Literatur und dem Lesen noch ausreichend Platz zur Verfügung stellen.“

Ein weiterer Vorteil der relativ kleinen Stadtbücherei sei außerdem, dass Neuerscheinungen sehr schnell für den Leser verfügbar seien. Eingeführt hat das Stadtbücherei-Team zudem ein „Wunschbuch“, in das die Leser ihre Buchwünsche eintragen können – so kann der Bestand entsprechend angeglichen werden, „auch wenn sicher nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann“.

Explizit freut sich die Leiterin der Bücherei auch darüber, dass das digitale Angebot der Onleihe so positiv angenommen wird. Seit November 2016 können sich Leser mit einem gültigen Leseausweis kostenlos online sogenannte elektronische Medien auf ihr mobiles Endgerät laden. „Die Anmeldezahlen steigen auch da – so ganz ohne digitale Angebote geht es halt nicht.“

Der positive Start ist jedoch nicht der einzige Grund zur Freude für Katja Richter. Am 1. Mai feiert sie nach 25 Jahren ihr Dienstjubiläum. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anita Ruppert wird das dann auch gefeiert. „Wir verstehen uns alle, also auch Andrea Demar-Krimm und Cornelia Laucht, richtig gut – das merken auch unsere Gäste“, sagt sie. Dass dem Lesen durch Smartphones irgendwann mal endgültig der Rang abgelaufen wird, glaubt Richter nicht. „Um Menschen dauerhaft zum Lesen zu bringen, braucht es zwar manchmal Langmut, aber es lohnt sich.“ Die Anmeldezahlen würden dies bestätigen.

Zum Jahresende 2017 waren knapp 30.000 Medien im Bestand der Stadtbücherei, davon gut die Hälfte Romane, Sachbücher und Zeitschriften für Erwachsene, rund ein Drittel Romane und Sachbücher für Kinder und Jugendliche sowie mehr als 3000 CDs und DVDs und 300 Brettspiele.

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