Rembrücker planen

Geburtstagsmesse und Feierwoche zum 750-jährigen Bestehen

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Knapp 50 Rembrücker ließen sich in der Alten Schule am Dorfplatz informieren, was zur 750-Jahr-Feier geplant ist.

Heusenstamm - Es soll ein Fest werden, an das man sich in 50 Jahren zur 800-Jahr-Feier noch erinnern wird. Im nächsten Jahr sind es genau 750 Jahre her, dass der Name Rembrücken erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde. Und das will man dann gebührend würdigen. Von Claudia Bechthold 

Ideen gibt es viele, sagt Dr. Hartmut von Kienle zur Einleitung. Es ist eine Art Bürgerversammlung, die der Sprecher des Rembrücker Bürgerforums damit eröffnet und zu der er unter anderen auch Bürgermeister Halil Öztas begrüßen kann. Knapp 50 Menschen sind in die Alte Schule am Dorfplatz gegenüber der kleinen Kirche gekommen, um mehr über die Planungen für die 750-Jahr-Feier zu erfahren.

Verbindliches gebe es derzeit noch nicht viel, schränkt Karl-Heinz Kühnle, Leiter des Fachdienstes Sport und Kultur in der Stadtverwaltung, sogleich wieder ein. Und alles verraten wolle man auch nicht. Es gelte vielmehr, das Verständnis der Bürger zu wecken und auch deren Unterstützung zu erhalten.

Man überlege, die Eröffnung des Heusenstammer Kultursommers im nächsten Jahr nach Rembrücken zu verlegen. Und damit wiederum wolle man sich bewerben um die Eröffnung des Kultursommers Südhessen, der überregional beworben werde und auch mit einer Bezuschussung verbunden sein könne. Voraussetzung dafür ist, erläutert Kühnle weiter, dass es sich um eine Veranstaltung von überregionalem Interesse handelt. Daher bemühe man sich derzeit um entsprechende Künstler.

Stattfinden könnte eine solche Veranstaltung unter freiem Himmel – zum Beispiel auf dem Trainingsplatz der Fußballer vom Turnverein (TV). Dort stimme die Infrastruktur, eine Bühne könne neben dem Platz errichtet werden. Aber auch der Dorfplatz eigne sich eventuell. Und um bis zu 7000 Menschen in den Stadtteil zu bringen, wäre es denkbar, Parkplätze im Zwerggewann mit einem Shuttle-Service zu verknüpfen.

Von Freitag, 15. Juni 2018, bis Sonntag, 17. Juni, soll es mindestens ein großes Festwochenende geben. Aber man sei auch gerne bereit, Veranstaltungen des Kultursommers und eigene Veranstaltungen der Rembrücker zu einer Festwoche zusammenzufügen.

Möglichst vielfältig soll eine Art Straßenfest am 17. Juni 2018 werden. Höfe entlang der Hauptstraße sollen Anwohner öffnen und dort Angebote für Besucher unterbreiten. Essen und Getränke, aber auch Musik oder Zeitvertreib. Und auf der Straße selbst soll ebenfalls Abwechslung geboten werden.

Für den Samstag, 16. April, will man auf Bewährtes zurückgreifen. Bereits 1995 und 2009 hat es in Rembrücken Vereinsolympiaden gegeben, die beide von der Freiwilligen Feuerwehr des Stadtteils gewonnen wurden. „Wir geben die Chance zur Revanche“, verkündet daher Wehrführer Hubert Rücker. Acht Teams sollen bei witzigen Spielen gegeneinander antreten.

Bilder zum Kartoffelfest in Rembrücken 

Rund um den 12. April 1268 ist jene Urkunde entstanden, in der Rintbrucken erstmals erwähnt wurde. Hartlibus Brunner, der seinen Hof ebendort hatte, verfügte damals, das Kloster Patershausen habe jedes Jahr ein Achtel Maß Weizenmehl aus seiner Ernte zu erhalten. Für die eigentliche Geburtstagsfeier habe man sich daher für den Sonntag, 6. Mai, entschieden.

Und dieser soll, wie Professor Elmar Götz ausführt, mit einem großen Festgottesdienst eingeleitet werden. Dieser könne zudem in ein Zelt auf den Dorfplatz übertragen werden.

Besonders glücklich ist Götz, dass die musikalische Gestaltung dieser Messe hochkarätig sein werde. Thomas Gabriel schreibe unter dem Titel „Bei der Aussaat“ eine Messe, die damit dem Fest einen nach vorne gerichteten Charakter gebe. Es singt der Chor „Jubilate Deo“ mit Natalya Steinwachs.

Ein großes Zelt auf dem Dorfplatz an diesem Tag könne dann zusätzlich für die akademische Feier genutzt werden, die sich dem Gottesdienst anschließen soll.

Weitere Informationen: buerger-forum-rembruecken.de

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