Bauarbeiten sollen beginnen

Rodung für die neue Grundschule: Hier werden Bäume gefällt 

Mit der Rodung der Bäume auf dem Dreieck zwischen Polizeistation, Wohnblock und Offenbacher Straße wird der Bau der vierten Grundschule vorbereitet.
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Kreis Offenbach: Mit der Rodung dieser Bäume wird der Bau der neuen Schule vorbereitet.

Für die neue Grundschule in Heusenstamm hat sich der Kreis Offenbach viel vorgenommen. Die ersten Arbeiten in Richtung Baubeginn haben begonnen.

Heusenstamm – Die vierte Grundschule für Heusenstamm nimmt ganz allmählich Form an. Am Montag (10.01.2022) haben die ersten Schritte für den Baubeginn auf dem Grundstück zwischen Offenbacher Straße und Frankfurter Weg – direkt neben der Polizeistation – begonnen. Dazu müssen jetzt zunächst Bäume gefällt werden.

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, müsse zunächst das Grundstück vorbereitet werden, teilt der Kreis Offenbach als Bauträger mit. Dazu sei es erforderlich, die Waldfläche zu roden. „Die Untere Naturschutzbehörde hat dieser Maßnahme zugestimmt“, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Als Ersatz werde eine Fläche nördlich der Bundesautobahn 3 in Rodgau-Weiskirchen aufgeforstet.

Neue Schule in Heusenstamm: Kreis Offenbach legt Wert auf inklusive Betreuung

Noch im Januar soll dann ein Kanal gebaut werden. Die Hausanschlüsse an das städtische Kanalnetz haben Mitarbeiter der Heusenstammer Wasserversorgung bereits im Oktober gelegt. Die eigentlichen Erd- und Rohbauarbeiten sollen dann im Februar beginnen. Wie berichtet, baut der Kreis Offenbach eine vierte Grundschule mit Betreuung und Einfeld-Sporthalle in der Schlossstadt. Das Bauprogramm sieht ein dreigeschossiges kompaktes Gebäude mit zehn Klassenräumen sowie Gruppen-, Werk- und Musikräumen vor.

Um Schülerinnen und Schüler auch inklusiv beschulen zu können, sind zusätzliche Räume vorgesehen. Dazu kommen Betreuungsräume, eine Mensa, ein Verwaltungstrakt sowie eine Einfeld-Sporthalle, die im Untergeschoss untergebracht ist. Die gesamte Schule ist barrierefrei konzipiert. Ein Aufzug erschließt das Gebäude. Insgesamt etwa 3 100 Quadratmeter Nutzfläche sieht das Raumprogramm vor.

Kreis Offenbach setzt auf Multifunktion: Investition wird auf rund 22,4 Millionen Euro geschätzt

Auf ein neues Konzept setzt der Kreis bei der inzwischen bundesweit beschlossenen Ganztagsbetreuung. Bisher sind Unterricht und Betreuung getrennt, auch in der inhaltlichen Zuständigkeit. Für die neue Grundschule wird dies aber – als erste im Kreis Offenbach – aus einem Stück geplant. „Die Räume werden multifunktional zu nutzen sein, die Trennung zwischen Schule und Betreuung wird aufgehoben“, hatte Landrat Oliver Quilling bei der Vorstellung des Entwurfs betont. Die Folgekosten der Betreuung wird der Kreis übernehmen.

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Die Investition wird auf rund 22,4 Millionen Euro geschätzt, davon entfallen auf den Kreis etwa 19,5 Millionen Euro. Die Stadt Heusenstamm trägt mit etwa 2,9 Millionen Euro einen Anteil für die Betreuungseinrichtung. Die Schule soll zum Beginn des Schuljahres 2023/24 in Betrieb gehen und die Otto-Hahn-Schule sowie die Adalbert-Stifter-Schule entlasten. Vorgesehen ist, dass etwa 200 Kinder in das Gebäude einziehen, also zwei Klassen à 25 Kinder je Jahrgang. Geplant wird der Neubau laut Landrat „mit Puffer“. Das bedeutet, dass man ihn später auch 2,5-zügig und sogar dreizügig einrichten kann. (Claudia Bechthold)

Wie notwendig Inklusion ist, zeigt der Fall der 14-jährigen Lilly aus Dreieich. Der Besuch einer Schule ist für sie alleine fast unmöglich, in Heusenstamm könnte die neue Grundschule eine Verbesserung für Kinder mit Behinderung darstellen.

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