Rotkreuzler wagen Neustart

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Leon Willkomm und Giuseppe Tannorella (von links).

Heusenstamm - Alles auf Anfang, heißt es derzeit beim Roten Kreuz in Heusenstamm. Von Claudia Bechthold

Man habe kräftig umstrukturiert und wolle die eine oder andere Aktivität wiederbeleben, sagt Dominik Christ, der als neuer Bereitschaftsleiter zumindest bis zur nächsten Wahl „nur“ kommissarisch im Amt ist. Erste Aktivität ist ein Neustart für das Jugendrotkreuz. Man sieht die Aktiven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Heusenstamm vor allem bei größeren Veranstaltungen. Sanitätsdienste übernehmen sie seit vielen Jahren zu solchen Gelegenheiten. Vorsitzender Michael Kemmerer ist stolz auf die hohe Qualifikation der Aktiven im Schlossstädter Ortsverein. Unter den 15 Mitgliedern, die regelmäßig an den Sanitätsdiensten teilnehmen, sind mehrere Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Und, wer die bislang höchste Qualifikation auf diesem Gebiet, nämlich die des Rettungsassistenten besitzt, der macht das meist auch beruflich.

Spätestens seit dem Weggang des bisherigen Bereitschaftsleiters Daniel Bollack, der aus beruflichen Gründen den Ortsverein verlassen hat (wir berichteten), war es ruhig geworden um das Rote Kreuz. Zudem hatte es in den vergangenen Jahren weitere personelle Veränderungen gegeben. Nun aber wollen die Helfer um Michael Kemmerer und Dominik Christ wieder aktiver werden. So soll vor allem das Jugendrotkreuz wieder wachsen. Dazu haben Giuseppe Tannorella als Jugendgruppenleiter und Leon Willkomm als Jugendleiter entsprechende Schulungen gemacht. „Jugendliche ab elf Jahre lernen bei uns aber nicht nur die Grundlagen der Ersten Hilfe“, betont Giuseppe Tannorella. Bei den Treffen gehe es auch um Streitschlichtung, Mobbing, Kinderarmut, Umweltschutz humanitäre politische Themen und internationalen Austausch zur Völkerverständigung. Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen, etwa wenn man in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Offenbach an einem Zeltlager teilnimmt.

Ein erstes Treffen findet statt am Donnerstag, 30. Januar, um 18 Uhr in den Räumen des DRK in der Eisenbahnstraße 11. Wer mindestens elf Jahre alt ist und sich für das Rote Kreuz interessiert, ist dazu willkommen. Aber auch der Ortsverein selbst soll wieder größer und aktiver werden. So sollen die regelmäßigen Übungsabende alle 14 Tage donnerstags um 20 Uhr in der Eisenbahnstraße 11 wieder eine verlässliche Größe sein. Das nächste Treffen ist ebenfalls am 30. Januar.

Mehr Infos über den Ortsverein im Internet

Wobei sich die Aktiven wünschen, dass ihre Unterkünfte zusammengeführt werden. Derzeit stehen die Fahrzeuge nämlich in einer kleinen Halle der Feuerwehr an der Rembrücker Straße. „Schöner wäre es schon, wenn die Autos in Garagen an der Unterkunft stehen könnten“, meint Schriftführer Andreas Truntschka. Neben den Sanitätsdiensten organisieren die Rotkreuzler auch die regelmäßigen Blutspende-Veranstaltungen. Dafür suchen sie Helfer, die zum Beispiel die Formalitäten übernehmen könnten. Außerdem soll der Schulsanitätsdienst an der Adolf-Reichwein-Schule wieder aktiviert werden. Die Mitarbeit im Katastrophenschutz ist eine der Konstanten im DRK-Leben. Und manchmal gehe es auch nur um die Geselligkeit, meint Kemmerer, etwa mit einem „Handkäs"-Abend“ oder Grillen im Sommer.

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