Ferienfinale der „Hessenschau“

Schatzsuche mit der Kamera

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Die Herren vom Fernsehen.

Heusenstamm - Eigentlich ist es ja schon lange nichts mehr Besonderes, wenn der Hessische Rundfunk in Heusenstamm seine Kameras aufbaut.

Zum einen hat die Schlossstadt ihr üppiges Schönbornsches Immobilienerbe mit Schloss, Balthasar-Neumann-Kirche St. Cäcilia und manchem drumherum aufzubieten. Zum anderen liegt das Städtchen so schön nah am Frankfurter Funkhaus. Filmische Tagesausflüge in die Nachbarschaft drängen sich geradezu auf. Die nächste Visite der Fernsehleute muss sich Bequemlichkeit als Motivation allerdings nicht unterstellen lassen. Der Sender betreibt einen Mordsaufwand, um am Sonntag, 7. September, das Ferienfinale der „Hessenschau“ in den Kasten zu kriegen. Anders ginge das auch nicht - es ist eine Livesendung im Gewand eines Festes.

Wie immer verlegt die „Hessenschau“ in der letzten hessischen Ferienwoche das Studio nach draußen. Sie ist sieben Tage lang in Hessen unterwegs auf Sommertour, sendet täglich aus einem anderen Ort. Heusenstamm ist die letzte Station.

Keine Pfütze kann das Schloss verschandeln. Im Gegenteil, der Regen fügt zusätzliche Perspektiven hinzu.

Von 16 Uhr an präsentiert Moderator Jens Kölker vom Schloss Schönborn ein Programm, das jede Generation unterhalten kann. Dabei dürfen die Gäste hinter die Kulissen schauen; Fernsehen erlebbar gemacht. Heusenstamm selbst präsentiert sich dem Publikum vor Ort mit Auftritten von Vereinen und Künstlern. Für Kinder gibt es Spiel-Angebote. Pünktlich um 19.30 Uhr geht dann die „Hessenschau“ mit Moderator Andreas Hieke live vom Gelände auf Sendung und berichtet ausführlich über den gastgebenden Ort. Da wird verraten, was in Heusenstamm schon jeder weiß und vor Ort auch gleich beweisen kann. Der Hessische Rundfunk formuliert das so: „Heusenstamm feiert gerne. Man braucht ihnen nur einen Anlass zu geben, und sie machen was draus.“

Kaiserbesuch vor 250 Jahren

Das ist diesmal selbstverständlich auf den Kaiserbesuch vor 250 Jahren bezogen und wird in die Sendung einfließen. Sie feiert die Aufführung des Theatersingspiels „Torbau zu Babbel“ mit einer Kostprobe daraus. Sie blickt über den Garten des Schönborn-Schlosses hinaus zum Schlossweiher, wo Modellbauer Ozeanriesen im Maßstab 1:75 in See stechen lassen. Fünf Jahre hat Klaus Kolb an seiner „Manta“ gebaut. Moderator Hieke lässt sich von ihm erklären, wie man es schafft, einen solchen Hochseekabelverleger maßstabsgetreu nachzubauen. Als echte Schätze gelten auch die Exponate im Heusenstammer Sammlungsdepot des Frankfurter Museums für Kommunikation. Zum Beispiel findet man hier einen fahrtüchtigen postgelben VW-Käfer aus den 1970er Jahren. Mit ihm ist Jens Kölker für das Orts-portrait Heusenstamms unterwegs.

Und weil Musik dazu gehört, spielt ab 16 Uhr „Papa´s Finest Boogie-Band“. Mit einem Repertoire von Blues bis Rock´n’Roll und Boogie bis Twist schaffen sie Partystimmung. Außerdem zeigen die Cheerleadinggruppe „Patriots“ Akrobatik und die Lateintänzer des Tanzsportzentrums Leichtigkeit und Eleganz. Auf einer großen Leinwand können Zuschauer vor Ort das Geschehen verfolgen. Und wenn es die Kinder trotzdem nicht mehr auf den Bänken hält, können sie sich schminken lassen oder beim Sackhüpfen um die Wette springen.

Wie jeden Tag bei der Sommertour gibt es einen Wettbewerb: In Heusenstamm geht es ums Fußballspielen mit „Bubble Balls“. Das ist eine Sportart aus Skandinavien, bei der die Spieler sich in große aufblasbare Plastikbälle zwängen, aus denen nur die Beine herausschauen. Das Finale wird am Abend live in der „Hessenschau“ ausgetragen.

mcr

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