Schiefer liegt nun in Schuppentechnik auf dem Kirchturm

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Das Kreuz auf der Spitze des Turms wurde neu galvanisiert und vergoldet.

Heusenstamm (clb) - Das Gerüst am Turm der Rembrücker Kirche Mariä Opferung ist verschwunden. Am 23. Dezember, in letzter Sekunde vor Weihnachten also, wurde es abgebaut. Wie neu sieht er jetzt aus, der Turm.

Das Kreuz auf dem Dach und die Zifferblätter der drei Uhren glänzen, in tiefdunklem Ochsenblut-Rot setzen sich hölzerne Dachteile deutlich ab vom Schiefer der Bedeckung. Und die „Zwiebel“ an der Spitze hat nun wirklich die Form einer solchen. In nur zwei Monaten ist der Rembrücker Kirchturm komplett saniert worden.

„Ein wenig mehr als 50 .000 Euro wird das Projekt nun vermutlich kosten“, sagt Professor Elmar Götz, seit längerer Zeit schon Mitglied des Verwaltungsrates in der Pfarrgemeinde. Auf 50.000 Euro hatte man die Kosten vor Jahresfrist geschätzt. 21.500 Euro hat das Bistum Mainz beigesteuert. Weitere 21.500 Euro legt der Förderverein Balthasar Neumann drauf. 8000 Euro kamen bei einer Sammlung zusammen, 5000 Euro schließlich bringt die Gemeinde selbst aus Rücklagen auf.

Dringend notwendige Turmsanierung

Es war die erste Turmsanierung seit die kleine Kirche 1925 errichtet wurde. Und sie war dringend notwendig. Denn als die Dachdecker die Schieferplatten entfernt hatten, entdeckten sie, dass die Dachbalken marode waren und ersetzt werden mussten. Ebenso mussten die Schallläden komplett erneuert werden.

Wichtig ist den Verantwortlichen in der Gemeinde, dass der Turm nun den Anforderungen des Denkmalschutzes mehr entspricht als zuvor. Denn die Erbauer der Kirche hatten 1925 vermutlich nicht genügend Geld, um Schieferung in „Schuppentechnik“ auszuführen. Die Einzelteile waren damals nur ganz knapp übereinander gelegt worden. „Mit dem Effekt, dass im Lauf der Zeit immer wieder ein wenig Wasser eindringen und das Holz der Dachbalken angreifen konnte“, erläutert Götz.

Limitierte Mariä Opferung-Armbanduhr

Der Förderverein Balthasar Neumann hat schon vor einigen Jahren beschlossen, seine Aktivitäten auf die Erhaltung aller katholischen Kirchen in Heusenstamm auszudehnen. „Mit dem Kirchturm kam wegen des Umfangs des Projektes die Kooperation gleichsam auf den Prüfstand“, schreibt Herbert Margraf vom Vorstand des Vereins. Doch man könne eine gelungene Zusammenarbeit vermelden. Zumal inzwischen auch 43 Rembrücker Mitglied des Vereins geworden sind.

Außerdem hat der Verein eine Armbanduhr (Foto) in limitierter Auflage herausgebracht. Sie trägt auf dem Zifferblatt das Bild der Kirche Mariä Opferung und ein Stück Schiefer aus der Zeit der Erbauung der Kirche. Die Uhr kostet 59 Euro. Sie kann bei Ursula Swiatek (s 06106 14011) bestellt werden. Der Reinerlös fließt in das Kirchturmprojekt.

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