Langen Leerstand vermeiden

Heusenstamm Spätestens am Freitagabend ist Schluss. Dann schließt auch die Heusenstammer Schlecker-Filiale endgültig ihre Türen. Sollte die Drogeriefiliale schon vorher leer gekauft sein, wird auch schon früher geschlossen. Von Claudia Bechthold

Dann gibt es entlang der Frankfurter Straße keine Möglichkeit mehr, mal eben ein Shampoo oder ein Fläschchen Nagellackentferner zu kaufen. „Wir sind mit verschiedenen Betreibern im Gespräch“, sagt Bürgermeister Peter Jakoby auf Anfrage. Vor allem sei er daran interessiert, dass dort nicht ein längerer Leerstand entstehe.

Allerdings kann der Verwaltungschef nur vermitteln, entscheiden kann er letztendlich nicht, an wen das Ladenlokal vermietet werden soll. Denn das Gebäude ist in privatem Besitz, und nur der Eigentümer kann sich für einen Mieter entscheiden.

Jakoby wäre an einem Drogeriemarkt ebenso interessiert wie an einem Supermarkt, in dem man auch eine Auswahl von Produkten vorfinden kann, die ins Sortiment eines solchen Drogeriemarktes gehören. Allerdings, so fürchtet er, sei die vorhandene Ladenfläche für die meisten dieser Versorger zu klein. Zudem könnte das vorhandene Parkplatzangebot ein Problem sein. „Es gibt zwar den kleinen Parkplatz hinter der Abzweigung zur Bleichstraße, aber auch diese Plätze sind meist belegt.“

Stadt hilft bei der Suche nach Nachmietern

Ein Vorteil könne sein, dass das Ladenlokal erst vor kurzer Zeit renoviert worden ist. Nachteil sei, wie gesagt, die geringe Größe und auch das nicht allzu große Lager.

Grundsätzlich sei er mit der Mischung an Geschäften, wie sie an der Frankfurter Straße existiert, ganz zufrieden, meint der Bürgermeister. Metzgereien, Bäckereien, Apotheken, Bioladen, Buchladen, Schreibwaren, Obst und Gemüse, Reisebüro oder Geschenkeladen und Blumengeschäft, eigentlich könne man alles an der Frankfurter Straße erhalten, was man so für den Alltag benötige. Nur eben ein Drogerie-Sortiment werde nun fehlen.

Mit wem Jakoby Gespräche führt, wollte er natürlich nicht verraten. Aber man suche mit Hochdruck, versichert er.

In der Zwischenzeit werden die letzten Waren bei Schlecker zu Schleuderpreisen abgegeben. Alles soll raus. Die Insolvenzverwalter sind vermutlich an jedem Cent interessiert, den sie noch verwerten können, um offene Ansprüche anderer zu bedienen. Von den Mitarbeiterinnen, die damit ihre Arbeit verlieren, wird derzeit nicht mehr gesprochen.

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