Schwierige Verkehrssituation rund um Kindertagesstätten am Schloss

Zu schnell und wild geparkt

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Parkplätze, die keine sind: Das große Bild zeigt gleich zwei falsch abgestellte Fahrzeuge an der roten Telefonzelle und an der Schlosstraße auf einem schraffierten Abschnitt. Auf dem kleinen Foto kann man erkennen, dass es ziemlich eng ist vor dem rechts liegenden Eingang zum Kinderhaus Wiesenborn.

Heusenstamm - Immer wieder ist die Verkehrssituation im Wiesenbornweg und auf dem Platz mit der roten Telefonzelle Thema. Morgens und Nachmittags bricht dort mehr oder weniger ein kleines Chaos aus, weil Kinder zu den Kitas gebracht und von dort abgeholt werden. Von Claudia Bechthold 

Knapp 150 Kinder besuchen derzeit die beiden Einrichtungen Kinderhaus Wiesenborn und Schlosszwerge am Schönbornschen Schloss. In wenigen Wochen sollen zwei weitere Gruppen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren in diesem Areal eröffnet werden. Das bedeutet, dass schon jetzt weit mehr als hundert Eltern jeden Tag ihren Nachwuchs zwischen Wiesenbornweg, Schlossstraße und Neuer Weg abliefern und auch wieder holen. Bald sind es noch mehr. Die Folge ist ein tägliches Chaos.

Mit diesem Problem setzt sich regelmäßig das städtische Ordnungsamt auseinander, dessen Mitarbeiter sich immer wieder zu den Stoßzeiten dort aufhalten. „Vor allem, um darauf zu achten, dass die dort geltende Schrittgeschwindigkeit eingehalten wird“, erläutert der kommissarische Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Kühnle. Wobei nach seinen Erfahrungen viele Autofahrer nicht einmal wissen, was „Schrittgeschwindigkeit“ bedeutet. „Tempo 20“ erhalte man zum Beispiel als Antwort auf diese Frage, oder gar Tempo 30. „Falsch“, sagt Kühnle, „sieben Stundenkilometer sind da höchstens erlaubt“.

Parkplätze, die keine sind: Das große Bild zeigt gleich zwei falsch abgestellte Fahrzeuge an der roten Telefonzelle und an der Schlosstraße auf einem schraffierten Abschnitt. Auf dem kleinen Foto kann man erkennen, dass es ziemlich eng ist vor dem rechts liegenden Eingang zum Kinderhaus Wiesenborn.

Doch nicht nur die Geschwindigkeit der Autos, die im Wiesenbornweg zum Beispiel direkt am Eingang zum Kinderhaus vorbeifahren, bereitet einigen Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Auch die Parksituation auf dem Areal rund um die rote Telefonzelle ist mittlerweile äußerst schwierig. Da werde kreuz und quer geparkt, berichten Augenzeugen, um die Kinder schnell in der Kita abzugeben. Manche Eltern gar stoppten einfach neben dem Eingang und ließen ihre Kinder aus dem Auto.

„Es gibt auch viele Eltern, die fahren weiter bis zur Schlossmühle und kommen dann gelaufen“, beobachtet Wiesenborn-Elternbeirätin Lena Schmidtke. Aber viele parkten eben wild und ließen es auf einen Strafzettel ankommen. „Es gibt eben nicht genug Parkplätze dort“, beklagt Lena Schmidtke. Die Eltern wünschten sich mehr zeitlich begrenzte Stellflächen – derzeit gibt es drei –, auf denen morgens zwischen 8 und 10 Uhr sowie nachmittags von 15 bis 17 Uhr höchstens 30 Minuten, besser nur 15 Minuten geparkt werden dürfe. „Da könnte man auch mal warten, wenn man weiß, der Platz wird gleich frei.“ Zudem beobachtet sie, dass manche Eltern morgens die wenigen freien Dauer-Parkplätze nutzen, um das Kind in die Kita zu bringen und dann zur S-Bahn zu gehen.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Durchaus positiv sieht die junge Mutter die Wirkung einer Tafel, die das Tempo vorbeifahrender Autos groß anzeigt. Eine solche Tafel ist nun wieder dort installiert und soll in Kürze ans Stromnetz gehen. „Die Anzeige erinnert Autofahrer nicht nur daran, das Tempo zu drosseln, es zeigt auch den anderen Eltern, ob man gerade zu schnell ist“, meint sie.

Diese Tafel soll künftig dauerhaft vor dem Kinderhaus Wiesenborn bleiben, verspricht Karl-Heinz Kühnle. Und was das Thema Kurzzeit-Parkplätze betreffe, wolle man nach Öffnung der zweiten Schlosszwerge-Kita darüber beraten. Auf Unverständnis bei Eltern stieß da ein Bericht der Landespolizei vom Mittwoch, die Verkehrssituation vor jenen Kitas sei bestens.

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