Adolf-Reichwein-Schule

Mit Hilfe funktioniert es

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Acht Schüler aus Ladispoli sind zu Gast an der Reichwein-Schule. Sprachprobleme werden gelöst. Zum Empfang bei Bürgermeister Peter Jakoby sind auch Schulleiter Matthias Lippert und die Freundeskreis-Vorsitzende Angelika Banck gekommen.

Heusenstamm - Mindestens siebte Klasse und drei Jahre Unterricht in der Fremdsprache, so lauteten auch an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) bis vor kurzem noch die Voraussetzungen, um an einem Schüleraustausch teilnehmen zu dürfen.

Mit Ladispoli ist das alles etwas anders, und Lehrkräfte wie Jugendliche sind begeistert von den Kontakten: Acht Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 an Förderstufe, Haupt- und Realschule reisten im März in die italienische Partnerstadt. Jetzt besuchen sie ihre Gastgeber. „Es funktioniert prima!“, erkennt Margit Breen bereits nach den ersten Tagen. Die Pädagogin ist Mitglied im Schulleitungsteam und verantwortlich für die internationalen Begegnungen. Ein Junge aus Ladispoli hat eine deutsche Mutter und kennt die Sprache ein wenig, ein hiesiger wiederum eine italienische Mama, auch er kann ein bisschen dolmetschen. Meistens verständigen sich die Zwölf- bis 14-Jährigen aber mit ihren vorhandenen Englisch-Kenntnissen – oder aber „mit Händen und Füßen“, sagt Lehrerin Breen begeistert strahlend.

Beim Empfang im Rathaus hilft Angelika Banck vom Freundeskreis Partnerstädte beim Übersetzen. Bürgermeister Peter Jakoby stellt stolz die blaublütige Historie der Schlossstadt vor, erzählt von seinen ersten Erfahrungen bei einem Trip nach Frankreich. Damals sahen viele Einwohner dort die Deutschen noch als Kriegsgegner, trotzdem knüpften Jakoby und seine Kameraden enge Freundschaften, die bis heute gepflegt werden. „Freunde schießen nicht aufeinander“, vermittelt er seine Überzeugung.

Den Friedensgedanken fördere die Reichwein-Schule ebenfalls mit Kontakten nach Frankreich sowie nach Polen, informiert Schulleiter Matthias Lippert. Die jungen Italiener mit ihren Begleiterinnen Barbara Lasek und Alessandra Marozza lernten Heusenstamm bei einem Rundgang kennen, besichtigten Point Alpha in der Rhön an der Grenze zur ehemaligen DDR sowie ein Bergwerk in Merkers, kochten an der ARS und arbeiteten mit Speckstein. Nach einem Tag mit den Gastfamilien lernen die Gäste morgen Frankfurt kennen, fahren mit einem Drachenboot auf den Main und grillen am Ruderclub. Am Montag geht’s nach Wiesbaden in den Landtag und mit der Bahn auf den Neroberg. Das Wissenschaftszentrum Experiminta in Frankfurt steht am Dienstag auf dem Programm. Abends heißt es „Arrivederci“, denn am Mittwoch fliegt die Gruppe nach einer Flughafen-Rundfahrt zurück in die Heimat.

Abschlussfeier der Adolf-Reichwein-Schule (Archiv)

Abschlussfeier der Adolf-Reichwein-Schule

M.

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