Stadtgelände wird verkauft

Heusenstamms Stadtverordnete sollen Grundlagen für den Schulneubau legen

Die blauen Garagentore kennzeichnen das Gelände der Heusenstammer Polizeistation. Zwischen diesem, der Offenbacher Straße und dem Wohngebäude (unten rechts im Bild) soll die neue Grundschule entstehen.
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Die blauen Garagentore kennzeichnen das Gelände der Heusenstammer Polizeistation. Zwischen diesem, der Offenbacher Straße und dem Wohngebäude (unten rechts im Bild) soll die neue Grundschule entstehen.

Rund 280 Quadratmeter Boden am Frankfurter Weg sollen getauscht werden, um einen breiteren Zugang zur künftigen Schule zu ermöglichen. Eine entsprechende Vorlage hat der Magistrat jetzt den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt. Außerdem soll das Grundstück zwischen Frankfurter Weg und Offenbacher Straße jetzt an den Kreis Offenbach verkauft werden. Damit werden die Voraussetzungen für den Bau einer vierten Grundschule in der Schlossstadt geschaffen.

Heusenstamm – Der Grundstückstausch mit der Wohnungseigentümer-Gemeinschaft Frankfurter Weg 7 - 17 sei notwendig, um dem Kreis eine geordnete Grundstückfläche übergeben zu können. Bürgermeister Halil Öztas betonte in diesem Zusammenhang, dass wegen des öffentlichen Interesses in diesem Fall keine Grunderwerbsteuer anfalle.

Wie berichtet, wird der Schulbau wegen der „rasant steigenden Schülerzahlen“ vor allem in den Heusenstammer Wohngebieten notwendig. Landrat Oliver Quilling hatte dazu erläutert, dass die Otto-Hahn-Schule trotz einer Erweiterung an ihre Kapazitätsgrenze komme. Und die in der Altstadt gelegene Adalbert-Stifter-Schule eigne sich nicht für eine Erweiterung. Am Bau einer neuen Grundschule führe daher kein Weg vorbei.

Nach den Angaben des Kreises sei man bei der Planung der Schule inzwischen in der Endphase. Im Januar solle darüber im Kreisausschuss beraten werden, teilte Kreissprecherin Ursula Luh gestern auf Anfrage mit. Anschließend wolle man die Entwürfe vorstellen, bevor dann voraussichtlich im Februar im Kreistag darüber entschieden werden soll.

Im April dieses Jahres hatte der Kreis den Auftrag zur Planung der Grundschule an das Darmstädter Architekturbüro Dierks, Blume und Nasedy vergeben.

Das neue Gebäude soll auf dem etwa 8000 Quadratmeter großen Gelände neben der Polizeistation entstehen. Die Stadt werde das Grundstück dem Kreis zur Verfügung stellen, bestätigt Bürgermeister Halil Öztas auf Anfrage. Dieser Standort sei ideal, hatte der Landrat festgestellt. Durch diese Lage erreiche man, dass die Schulbezirke in Heusenstamm neu festgelegt und optimiert werden könnten.

Platz für 200 Schülerinnen und Schüler

Der Neubau soll rund 200 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Das Gebäude soll barrierefrei sein und so geplant werden, dass moderne Betreuungsangebote sowie inklusiver Unterricht problemlos möglich sein werden. Außerdem will man auf dem Gelände eine Sporthalle errichten, die sowohl von den Grundschulkindern als auch von Vereinen genutzt werden kann. Der Bau soll nach den bisherigen Planungen zum Beginn des Schuljahres 2023/24 fertiggestellt sein.

Vorgesehen werden soll in der zweizügigen Grundschule nach Angaben von Bürgermeister Halil Öztas auch ausreichend Platz für die Schulkindbetreuung.

Im Ausschuss für Bau und Verkehr wurden die beiden Vorlagen des Magistrats zum Geländetausch und dem anschließenden Grundstücksverkauf an den Kreis nur kurz diskutiert. Der Verkauf an den Kreis erfolge zu einem Quadratmeterpreis in Höhe von 30 Euro. Dies sei schon in den 1970er-Jahren für solche Verkäufe festgelegt worden. Beide Vorlagen wurden einstimmig zur Annahme durch das Stadtparlament empfohlen. (Claudia Bechthold)

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