Höhere Eintrittspreise

Schwimmen wird bald teurer

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Vom 1. Mai an sollen die neuen Preise fürs Schwimmbad gelten. Nach der Reinigung öffnet es am Sonntag, 28. April, wieder.

Heusenstamm - Auf mindestens 30.000 Euro schätzen die Verantwortlichen im Rathaus Mehreinnahmen, die mit den neuen Schwimmbad-Preisen erzielt werden können. Genaues aber könne man noch nicht sagen, da ein Tarif abgeschafft und ein anderer neu eingeführt werden soll. Von Claudia Bechthold

Am Mittwoch berieten die Stadtverordneten darüber. Die deutlichste Erhöhung: Vom 1. Mai an soll die Karte für zwei Stunden im Bad an der Jahnstraße vier Euro statt bisher 3,50 Euro kosten. Das ist eine Anhebung um etwa 14 Prozent.

130. 000 Badegäste bevölkern jährlich das vor knapp zweieinhalb Jahren nach der Komplettsanierung wieder eröffnete Bad. Das sind Zahlen, über die sich nicht nur Magistrat freut. „Aber ein Bad, das so gut angenommen wird, ist auch teuer“, erinnerte Bürgermeister Peter Jakoby schon in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an das Defizit in Höhe von etwa 578 .000 Euro, das die Stadt jedes Jahr finanzieren muss. Daher, so der Verwaltungschef, sei es sinnvoll, die Preise ein wenig anzupassen.

„Akzeptable Preise“

Erneut habe man dazu den Vergleich mit anderen Bädern gesucht, betonte Jakoby. Was allerdings schwierig sei, denn das eine Bad sei zu alt, das andere biete mehr. „Dennoch: Wir liegen mit unseren Preisen etwa in der Mitte. Das kann man akzeptieren.“

Die Zwei-Stunden-Karte sei mit 25. 390 Käufern das am häufigsten genutzte Ticket. Mit der Erhöhung um 50 Cent müsse natürlich auch der Preis für das Zwei-Stunden-Zehner-Ticket angepasst werden. Statt 30 Euro soll dieses dann 35 Euro kosten.

Zehn ermäßigte Zwei-Stunden-Karten, die zum Beispiel Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler, Studenten (bis 25 Jahre) und Auszubildende nutzen können, kosteten bisher 12,50 Euro. Das sei im Vergleich zum Einzelpreis in Höhe von zwei Euro eine erhebliche Einsparung. Dies wolle man zum 1. Mai ein wenig korrigieren, der neue Preis für zehn ermäßigte Zwei-Stunden-Tickets wird bei 15 Euro liegen.

30er- statt Jahreskarten

Die Erwachsenen-Jahreskarte für 250 Euro sowie die Halbjahreskarte für 160 Euro werden wegen fehlenden Interesses abgeschafft. Stattdessen gibt es künftig 30er-Karten, die nur in Verbindung mit einem Ausweis gelten sollen. Für 30 mal zwei Stunden zahlen Erwachsene dann 95 Euro. Kinder und Jugendliche 40,50 Euro. Und 30 Tickets ohne Zeitbegrenzung werden mit 130 Euro beziehungsweise 54 Euro berechnet.

Für überflüssig hält Grünen-Fraktionschef Heiner Wilke-Zimmermann diesen letzten Tarif, da im Vergleich zu drei Zehner-Karten nur etwa zehn Prozent gespart werden könnten.

Die Mitglieder des Stadtparlaments stimmten am Mittwochabend mit großer Mehrheit für die neuen Preise. Nur der fraktionslose Boris Thoma stimmte dagegen.

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