120 Plätzen für Pflege und Betreutes Wohnen

Seniorenheim statt Bungalows

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Momentan eher ein verwunschener Ort: der „Urwald“ um die Campus-Pavillons.

Heusenstamm - Ein zweites Alten- und Pflegeheim soll in Heusenstamm gebaut werden. Der Bedarf dazu sei da, sagt Bürgermeister Peter Jakoby. Und die Planung für das Campus-Gelände laufe.

Der Aufstellungsbeschluss sei ja längst gefasst, derzeit seien die Veränderungen in Arbeit, erläutert Peter Jakoby. Es geht um die flachen Bungalows auf dem Campus-Gelände, die eigentlich niemand mehr braucht. Schon lange stehen sie unbewohnt am Rand des Areals. Nun sollen sie bald Platz machen für eine Senioreneinrichtung. „Pflege und Betreutes Wohnen“ heißt das heutzutage. Eigentümerin des Geländes ist die Telekom. Den städtebaulichen Vertrag aber hat Heusenstamm. Und so war man sich offenbar schnell einig. Nun arbeiten die Stadtplaner bereits an der Änderung des Bebauungsplanes, über die dann das Stadtparlament entscheiden muss.

Natürlich gebe es das Horst-Schmidt-Haus der Arbeiterwohlfahrt. Doch das genüge nicht für die hohe Nachfrage. Mancher Heusenstammer müsse außerhalb der Schlossstadt in eine solche Einrichtung, allerdings wohnen auch „Auswärtige“ an der Herderstraße. 120 Plätze insgesamt könnten in der neuen Einrichtung entstehen, zum einen für Pflegefälle, zum anderen separat im Betreuten Wohnen. Die Lage jedenfalls sei doch ideal für ein solches Haus, meint der Bürgermeister. Die S-Bahn und der Busbahnhof seien in unmittelbarer Nähe, und auch die Innenstadt sei schnell zu erreichen. Das Schwimmbad sei quasi nebenan. Und der Wald ebenfalls.

Pflegekurse erleichtern die Versorgung der Lieben

Interessenten, die als Bauträger auftreten möchten, gebe es ebenso wie Interessenten, die das Haus dann betreiben möchten, versichert Jakoby. Die Telekom müsse entscheiden, an wen sie das Gelände verkauft. Bei der Entscheidung über den späteren Einrichtungsträger aber könne die Stadt mitreden. Allerdings, ein wenig Zeit werde bis dahin noch ins Land gehen. Denn allein die Änderung des Bebauungsplans dauere noch ein wenig. Aber 2017, so hofft Jakoby, könnte es so weit sein. 

clb

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