Sogar Chemie lernen die Kinder

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Mit glitzernden Pompons wedelten die Kita-Kinder zur Melodie von „Hands Up“.

Heusenstamm ‐ Es war kein ganz normales Kindergartenfest. Immerhin feierte die Kita Rembrücken ihren 40. Geburtstag. Die Mädchen und Jungen trugen T-Shirts mit einem Aufdruck, der aufs Jubiläum hinwies, und sangen mit glitzernden Pompons in Händen zur Melodie von „Hands Up“. Von Michael Prochnow

Am 28. August 1970, erinnerte Leiterin Christa Budszus, wurde die städtische Einrichtung eingeweiht. „Das pädagogische Konzept hat sich in vielen Bereichen weiterentwickelt“, verglich sie. In der Anfangszeit lag der Schwerpunkt der Betreuung auf dem Vormittag.

Nachmittags haben man früher weniger Kinder betreuen müssen. Und im Winter wurde das Haus sogar eine Stunde früher geschlossen, damit die Kleinen nicht im Dunkeln nach Hause gehen mussten. Mit der Eröffnung eines Turnraums kam 1999 mehr Bewegung in den Tagesablauf. Dazu trage auch Trainerin Elvira Franke bei, die mit einem Programm des Landessportbundes allen Kindern einmal pro Woche eine Sportstunde ermögliche.

Inzwischen haben über landesweite Bildungspläne sogar Mathematik und Chemie Einzug in die Kita gehalten. Die Erzieherinnen beobachten mit den Kleinen, wann Wasser friert, schmilzt und als Dampf entweicht. Beim Tisch-Decken lernen sie Zuordnungen kennen, gibt die Leiterin ein weiteres Beispiel.

Die ehemals eigenständige Gemeinde Rembrücken veränderte sich in den 1970er Jahren wesentlich, als neue Baugebiete ausgewiesen und die Hubertussiedlung gebaut wurde. Vor allem junge Familien kamen in den Ort. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass neben anderen sozialen Projekten auch der erste gemeindeeigene Kindergarten für drei Betreuungsgruppen mit insgesamt 75 Kindern gebaut wurde. Im Jahr 1981 gab es aufgrund zurückgehender Kinderzahlen eine Reduzierung auf zwei Gruppen, die 1999 wieder aufgestockt wurden, weil der Kindergartenbedarf sich erneut geändert hatte. Es wurde ein neuer Bewegungsraum angebaut und die Möglichkeit zur Ganztagsbetreuung mit Mittagessen für die Kinder berufstätiger Eltern geschaffen. Derzeit ist Kitaleiterin Christa Budszus mit sechs Erzieherinnen und einer Jahrespraktikantin für die pädagogische Betreuung von 70 Kindern zuständig.

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