Gut gemeint - gut angelegt

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Abiturienten des ARG verteilten 1300 Euro.

Heusenstamm - Gut 500 Schüler gehen zur Adolf-Reichwein-Schule, die Haupt- und Realschule mit Förderstufe umfasst. Dort wird ihnen ein besonderes Angebot ermöglicht: Jeder bekommt mittags ein warmes Gericht, das von den Schülern selbst täglich frisch zubereitet wird.

„Wir verfeinern unsere Gerichte sogar mit Kräutern aus unserem Schulgarten“, betont Konrektorin Doris Huber. Die Mittagstafel wird vom Förderverein der Adolpf-Reichwein-Schule finanziert, der jetzt seinerseits eine großzügige Spende von Werner Müller, Geschäftsführer der Firma Erweka aus Heusenstamm, erhalten hat. Müller spendet bereits seit Jahren regelmäßig an den Förderverein. „Da meine Firma ihren Hauptsitz in Heusenstamm hat, fühle ich eine lokale Verpflichtung“, sagt Müller. Nach gründlicher Überlegung haben er und seine Frau Claudia Müller entschieden, die Adolf-Reichwein-Schule zu unterstützen. „Gerade eine Haupt- und Realschule braucht Hilfe von außerhalb, weil die Eltern der Schüler oft selbst den Förderverein nicht unterstützen können“, begründet er die Wahl. Diesmal hat er sich als Spendenaktion etwas Besonderes überlegt.

Werner Müller spendete dem Förderverein der ARS 2000 Euro.

Anstatt zu seinem 70. Geburtstag „lauter Sachen zu bekommen, die man nicht braucht oder eh schon hat“ - wie er sagt - wünschte er sich einfach Geld, das er an die Schule weitergeben kann. Die Idee stieß bei den etwa 30 geladenen Gästen auf großen Anklang, sodass Müller jetzt der Schule einen Betrag von 2 000 Euro überreichen konnte. „Der Grad der Unterstützung für die Schule hängt immer von den Spenden ab“, so Detlef Reissmann vom Förderverein. Auch Rektor Matthias Lippert weiß, dass der Förderverein unentbehrlich ist. „Ohne ihn wäre die Mittagsverpflegung nicht denkbar“, ist er überzeugt. Das Ziel aller ist es, vielen Schülern einen guten Abschluss zu ermöglichen und dabei auch die außerschulischen Aktivitäten nicht zu kurz kommen zu lassen. „Jedes Kind sollte doch eine warme Mahlzeit am Tag bekommen“, ist Müllers Wunsch. Daher werde er auch an Weihnachten wieder an die Schule denken.

Elektronische Sprachhilfen

Nicht ums Essen, sondern um die Verständigung geht es Birgit Krüger. Die Leiterin der Schule am Goldberg erhielt jetzt von den rund 170 Abiturienten des Doppel-Jahrgangs 2013 am Adolf-Reichwein-Gymnasium 300 Euro. Damit sollen weitere, so genannte elektronische Sprachhilfen gekauft oder alte ersetzt werden.

Diese Geräte ermöglichen schwer behinderten Kindern, sich über Tasten mitzuteilen. Sie werden mit Grafiken belegt, deren Berührung eine entsprechende Sprachmitteilung auslöst, erläuterte die Leiterin der Einrichtung im Osten der Schlossstadt.

Weitere 1000 Euro überließen die Absolventen mit der Hochschulreife dem eigenen, langjährigen Lernort: Musiklehrer Frank Spannaus nahm den Scheck aus den Händen von Konstantin Ecker, Melih Kaleciklioglu und Laura Winter entgegen und kann demnächst Boxen, Birnen, Kabel und Verschleißteile der Musikgruppen ersetzen. Das Geld stammt aus dem Erlös von Kuchenverkauf, Catering, Partys und des eigenen Pin-up-Kalenders. Bei der Verwirklichung der Projekte half wie jedes Jahr Margherita Paul von der gleichnamigen Fahrschule.

chi/ M.

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