„Spielraum für Kür wird enger“

Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu gratulierte Bürgermeister Peter Jakoby (von links) zur Nominierung. Foto: Tipi

Heusenstamm - Der Spielraum für die Kür werde immer enger, sagte Bürgermeister Peter Jakoby am Donnerstagabend. Dennoch stehe er dafür, den Rotstift bei den freiwilligen Leistungen der Stadt möglichst wenig ansetzen zu wollen.

Jakoby war am Donnerstag mit 52 von 54 abgegebenen Stimmen während der Mitgliederversammlung der CDU Heusenstamm im Schlosshotel erneut zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl der Schlossstadt bestimmt worden.

In seiner anschließenden Rede nannte Jakoby Ziele, die er in einer weiteren Amtszeit umsetzen wolle. Dabei ging es vor allem um die Fortführung der in den vergangenen Jahren begonnenen Strategie.

Eine kinder- und familienfreundliche Politik müsse einer der Schwerpunkte sein, weil sich dies als harter Standortfaktor erwiesen habe. Zudem müsse aber auch in fast allen Gebieten von der Verkehrsplanung bis zu Bildungsthemen auf die Belange von Senioren eingegangen werden.

Als ideal bezeichnete Jakoby die Bedingungen, über die Heusenstamm zur Erschließung neuer Baugebiete verfüge. „Wir müssen keine Felder bebauen oder große Waldfläche abholzen, um Bauland zu gewinnen“, sagte er. Vielmehr gebe es innerhalb der Stadtgrenzen noch genügend freie Flächen wie etwa die Alte Linde, für die derzeit ein neuer Bebauungsplan vorbereitet wird. In diesem Zusammenhang müsse aber auch das benachbarte Einkaufszentrum umgebaut werden, schon im April werde man erste Vorschläge dazu vorstellen können, kündigte der Bürgermeister an. Ebenso werde er bald mehr sagen können zur Weiterentwicklung der Frankfurter Straße, an der ein so genannter Vollversorger angesiedelt werden solle.

Grundsätzlich sehe er die Entscheidung gegen den Bau großer Supermärkte „auf der grünen Wiese“ als richtig an, betonte Jakoby weiter. So gebe es etwa auf der Frankfurter Straße keinen Leerstand bei Ladengeschäften wie in anderen Städten.

Ein „Aktivposten" wolle er sein, wenn es um die Ansiedlung neuer Unternehmen in Heusenstamm gehe. Wobei es sehr wichtig sei, dass die Stadt mit dem Gewerbegebiet Zwerggewann ein erschlossenes Gebiet vorweisen könne und nicht nur Versprechungen anbieten müsse. Und auch die Tatsache, dass die Firma Monier/Braas weiter zum Standort Heusenstamm stehe, während andere Werke geschlossen wurden, zeige, dass es richtig gewesen sei, dem weiteren Sandabbau in Martinsee zuzustimmen.

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