Stadt als Dienstleister für Vereine und Initiativen

Heusenstamms CDU will Ehrenamtsbeauftragten im Rathaus

Seit jeher sei die Unterstützung des Ehrenamts und der Kultur eine wichtige Aufgabe für die CDU Heusenstamm, heißt es in einer Mitteilung der Union. Mit der Bürgerdialogreihe „CDU hört zu“ habe man erste Initiativen mit Vereinen gestartet, etwa zur Einrichtung einer gemeinsamen Vereinsgeschäftsstelle, um die Vereine von überbordender Bürokratie zu entlasten.

Heusenstamm – Analog und digital ist die Union seit Beginn des Jahres mit der Dialogreihe „CDU hört zu“ mit Vereinen, Handel, Gastronomie, Eltern, Unternehmern und allen Bürgern im Gespräch. „Dabei wollen wir die Impulse der Bürgerinnen und Bürger in politisches Handeln umsetzen – auch mit Blick auf unser Programm für die Kommunalwahl im Frühjahr 2021“, sagt die CDU-Vorsitzende Heide Schwab.

Ihr Stellvertreter, Bürgermeisterkandidat Steffen Ball, ergänzt: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Engagierte Menschen in den Vereinen, in kulturellen Einrichtungen und Initiativen sorgen dafür, dass Heusenstamm liebenswert ist. Sie sind das verbindende Element und die Stütze einer Stadtgesellschaft, in der einer für den anderen da ist, in der Zusammenhalt großgeschrieben wird.“

Außerdem möchte die CDU, dass die freiwillig Tätigen von einer oder einem Ehrenamtsbeauftragten im Rathaus unterstützt werden. „Dazu wollen wir die umfangreichen Erfahrungen und das Engagement im Ehrenamt unseres Bürgermeisterkandidaten Steffen Ball nutzen. Nach seinem Grundverständnis soll die Stadtverwaltung viel stärker eine Dienstleistungsfunktion für Vereine und Initiativen im Ehrenamt in Heusenstamm übernehmen. Zudem und schlussendlich werden wir die Vernetzung der Vereine und Initiativen untereinander verbessern“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Paul Sassen.

Raumbedarf der Vereine soll analysiert werden

Räume, Möglichkeiten zum Treffen, für Proben oder schlicht zum Beisammensein anzubieten, ist weiterhin eine Herausforderung für manche Vereine und Organisationen. Deshalb kündigt die CDU eine Bedarfsanalyse des Raumangebots für Vereine in Heusenstamm an. Vorsitzende Heide Schwab: „Wir wollen erfahren, wo es Mängel in der Stadt gibt und Vorschläge unterbreiten, wie man diese beseitigen kann. Wir müssen und können verifizieren, wo es vielleicht sogar private Möglichkeiten gibt, in denen sich Vereine und Interessengruppen treffen können. Zudem gilt es, temporäre Leerstände zu identifizieren und auch Immobilien zu entdecken, die von Vereinen genutzt werden können – abgestimmt auf ihre jeweiligen Bedürfnisse.“

Die CDU begrüßt und unterstützt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Aktivitäten von Vereinen in der Schlossstadt, eine bessere Abstimmung der Termine im Jahreskalender zu erreichen. So werde durch das Engagement der Ehrenamtler eine Art kleiner Vereinsring.

In der November-Sitzung haben die Stadtverordneten geschlossen ein Signal für den beziehungsweise einen Saal für Vereine gesetzt (wir berichteten). Sie folgten damit einstimmig dem Antrag der CDU, die diesen „bewusst so formulierte, dass sich darin auch jene politischen Mitbewerber wiederfinden können, die eher einen Feuerwehr-Neubau und damit auch einen neuen Saal für Vereine befürworten“.

Für die Christdemokraten sei jedoch klar, betont Paul Sassen, sie wollen die Feuerwehr am bisherigen Standort bestehen lassen und das Gebäude durch eine Erweiterung zukunftsfähig machen. Nicht nur der Standort sei der beste, es sei auch gleichzeitig die wirtschaftlichere Variante. Das bedeute: Der Saal für Vereine könne bestehen bleiben und bei einer Sanierung des Gebäudes geschickt mitgedacht werden. (clb)

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