Treffen zum Projekt Stadtumbau

„Stadt nachhaltig entwickeln“

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Hinter dem Schloss, neben Bannturm und dem umstrittenen, aber immer wieder gern genutzten Zeltdach, hielt die Gruppe um Ronald Uhle (Dritter von rechts), um Anregungen und Kritik zu äußern.

Heusenstamm - „Stadtumbau“ heißt ein Programm des Landes Hessen, in das die Schlossstadt im vergangenen Herbst aufgenommen wurde. Wichtiger Bestandteil ist die Beteiligung der Bürger, mit der jetzt begonnen wurde. Von Claudia Bechthold 

Eine Einkaufsmöglichkeit benötige man im östlichen Teil Heusenstamms, meint ein Mann, der offensichtlich dort wohnt. Ronald Uhle von der am Verfahren beteiligten Planergruppe ASL aus Frankfurt notiert eifrig. Mit etwa 50 Schlossstädtern läuft er durch den Ort, macht immer wieder an bestimmten Punkten Halt. Eindrücke, Ideen, aber auch Kritik will er sammeln für das weitere Vorgehen. Eine zweite Gruppe etwas gleicher Größe läuft gute zwei Stunden entlang einer anderen Route.

ISEK – Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept – nennt sich das, was am Ende den Stadtverordneten zur Abstimmung vorgelegt und schließlich beim Land eingereicht werden soll. Die Beteiligung der Bürger an der Entstehung dieses Konzepts ist eine der Voraussetzungen, mit deren Umsetzung jetzt begonnen wurde.

Mehr als 100 Menschen hatte Bürgermeister Halil Öztas zur Auftaktveranstaltung mit anschließendem Spaziergang im Saal für Vereine begrüßt. „Wir legen den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung Heusenstamms“, hatte er betont. Mit bis zu zwei Dritteln der Gesamtsumme fördere das Land Projekte innerhalb des festgelegten Gebietes, das vor allem den Neuen Alten Ort, das Areal um das Schloss, die Bieberauen, den Friedhof und das Gelände um den alten Bauhof umfasst. Damit könne man Dinge anstoßen, die sonst finanziell nicht ohne Weiteres möglich wären.

Gunnar Zehe von der NH- Projektstadt, einer Tochter der Nassauischen Heim, erläuterte zudem, dass man am Donnerstag, 14. Juni, erneut einladen werde, um mit Bürgern Arbeitsgemeinschaften als „Lokale Partnerschaften“ zu gründen.

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Das frühere Feuerwehrhaus hinter dem heutigen erhalten und nutzen, die Frage, ob das Zeltdach am Bannturm bleiben soll oder nicht, diesen alten Turm in irgendeiner Form zugänglich machen, die Gänse am Schlossweiher oder die Fläche neben dem Schloss, die nur zu einem Teil dem neugebauten Kindergarten zugeordnet werden soll: waren einige der Themen, die in der einen Gruppe angesprochen wurden.

In der zweiten Gruppe ging es zum Beispiel um den Rückstau bei Wartezeiten vor der Bahnschranke, die Erhaltung der Mühlgärten, den Platz am Wegekreuz an der Patershäuser Straße, überhaupt das Parken in diesem Quartier und die Bieberaue als notwendige Kaltluftschneise.

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