Fördergelder für mehr Grün

Stadt Heusenstamm will Entsiegelung und Bepflanzung im privaten Raum fördern

Ein versiegelter Vorgarten macht zwar weniger Arbeit, die Steine heizen sich aber vor allem in den Sommermonaten stark auf.
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Ein versiegelter Vorgarten macht zwar weniger Arbeit, die Steine heizen sich aber vor allem in den Sommermonaten stark auf.

Ob Pflanzstreifen, Vorgärten oder Hofeinfahrten – mehr Grün in Heusenstamm erhofft sich die Stadt ab dem kommenden Jahr und will neben eigenen Maßnahmen auch die Entsiegelung und Begrünung privater Flächen fördern. Möglich macht dies das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau in Hessen“, in das Heusenstamm im Jahr 2017 aufgenommen wurde. Dieses wurde inzwischen in das inzwischen in „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ umbenannt und soll neben öffentlichen auch private Maßnahmen anregen und unterstützen, teilt die Verwaltung mit.

Heusenstamm – Um „das Stadtbild sowie die allgemeinen Umwelt- und Lebensbedingungen zu verbessern“, hatte die Stadtverordnetenversammlung ein Anreizprogramm für private Bauherren beschlossen, das sowohl Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen als auch kleinere Baumaßnahmen wie die Erneuerung von Fassaden und die Freilegung von Fachwerkfassaden sowie Back- und Natursteinfassaden fördern soll. Finanziell sollen diese Anreize mit Bundes- und Landesmitteln unterstützt werden, sodass der kommunale Anteil sich verringere, heißt es aus dem Rathaus.

Aufgeteilt sind die förderfähigen Maßnahmen in zwei Gruppen. Während die erste etwa die Erneuerung und Instandsetzung von verputzten Fassaden und die Freilegung von Fachwerk, Naturstein- und Backsteinfassaden umfasst, sind in der zweiten etwa die Entsiegelung von Hof- und Freiflächen, die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie das Pflanzen von standortgerechten Bäumen. Beides gilt jedoch nur für Teile des Stadtgebietes – dem Geltungsbereich der städtischen Gestaltungssatzung sowie dem Stadtumbaugebiet „Kernstadt – Schlossanlage“. Erstere umfasst das Gebiet vom Neuen Weg bis zur Paulstraße und von der Eisenbahnstraße bis zum Wiesenbornweg inklusive der Verlängerung entlang der Bieberaue. Die Fläche „Kernstadt – Schlossanlage“ bezieht die Bebauung vom Neuen Weg bis zur Ringstraße sowie von der Eisenbahnstraße bis zur verlängerten Schlossstraße den Wiesenbornweg sowie die Bieberaue ein.

Um eine Förderung zu bekommen, müssen die beantragten Maßnahmen die Richtlinien des Landes Hessen erfüllen. So könnten beispielsweise die Kosten für Eigentümer für eine Entsiegelung von 8000 auf 1200 Euro reduziert werden, wirbt die Verwaltung.

Wann das Anreizprogramm tatsächlich umgesetzt und Eigentümer mit Förderung rechnen können, sei abhängig von der Genehmigung des Haushalts für das kommende Jahr. Dann soll es auch ausführliche Informationen rund um die Förderung für interessierte Eigentümer geben, heißt es aus dem Rathaus. (thh)

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