Stadtkapelle bewirbt sich für Aktion „Klingelnde Vereinskasse“

Orchester geht in die Schule

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Die ersten Absolventen der Musikunterrichts mit der Stadtkapelle sind stolz auf ihre Leistungen.

Heusenstamm - Seit ihrem Bestehen ist es Bestreben der Stadtkapelle, Veranstaltungen in Heusenstamm musikalisch zu bereichern. Aber auch die Jugendförderung liegt den Aktiven am Herzen. Von Corinna Hiss

Im März 2011 ist das Orchester erstmals eine Kooperation mit der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) eingegangen, die bis heute fortgesetzt wird. Seitdem ermöglicht es die Stadtkapelle nämlich Schülern der Haupt- und Realschule mit Förderstufe, ein Musikinstrument zu lernen. Dabei werden sie vom Förderverein der ARS unterstützt.

Da das Geld aber nicht für den Unterricht für alle 500 Schüler reicht, ist die Förderung auf die 5. und 6. Klasse beschränkt. „Ein Mal pro Woche gibt es in der Schule einstündige Proben“, erläutert Dirigentin Kerstin Assmann-Schulz. „Diese werden von ausgebildeten Instrumentallehrern aus der Musikschule geleitet.“

All das - Instrumente und Lehrkräfte - wird finanziell von der Stadtkapelle mit Hilfe des ARS-Fördervereins gestemmt. Besonders am Projekt der Stadtkapelle ist, dass neben den regelmäßigen Unterrichtsstunden alle vier bis sechs Wochen gemeinsame Proben mit dem großen Orchester stattfinden. So sind die Neulinge direkt mit den routinierten Musikern zusammen und lernen die Gemeinschaft kennen. „Meine Aufgabe ist es dann, Stücke zu finden, bei denen die Anfänger mitspielen können, es aber auch komplizierte Passagen für die langjährigen Mitglieder gibt“, sagt Assmann-Schulz. Bis jetzt habe sie den Spagat aber immer ganz gut hin bekommen.

Stadtkapelle führt an Musikinstrumente heran

Die Förderung an der ARS sieht die Dirigentin als dringend notwendig. „Gerade Kinder aus der Haupt- und Realschule sieht man kaum in den Musikschulen. Dabei ist es so wichtig, zu musizieren!“ Die Schüler, die am Projekt teilnehmen und ein Blasinstrument erlernen, erhielten dadurch Anerkennung innerhalb der Klassengemeinschaft. Außerdem seien viele ohne die Stadtkapelle niemals mit einem Musikinstrument in Berührung gekommen und sind jetzt begeistert bei der Sache.

Die Stadtkapelle ist bei städtischen Veranstaltungen wie dem Kultursommer oder dem Nikolausmarkt nicht wegzudenken. Weitere feste Bestandteile im Kalender sind die alljährliche Sonntagsmatinee oder das Muttertagskonzert. Stilistisch gesehen will sich die Kapelle nicht auf die klassischen Blasmusik-Stile Polka, Walzer und Marsch festlegen. „Bei uns wird auch Funk und Soul auf der E-Gitarre gespielt“, betont Assmann-Schulz. Mit ihrem Instrumental-Unterricht an der ARS hat sich die Stadtkapelle bei der Aktion „Klingelnde Vereinskasse“ von Holzland Becker beworben. Vom Preisgeld sollen weitere Noten und neue Instrumente angeschafft werden, damit noch viele Kinder musizieren lernen.

‹ Wer die Stadtkapelle mit neuen Noten und Instrumenten für die Schüler unterstützen will, kann dies bis 3. Oktober im Internet auf der Seite www.holzlandbecker.de tun.

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