Müllabfuhr wird teurer

Stadtverordnete entscheiden über höhere Gebühren für die Abfallentsorgung in Heusenstamm

Die Bürger müssen sich auf höhere Müllgebühren einstellen
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Die Bürger müssen sich auf höhere Müllgebühren einstellen

Heusenstamm –  Die Bürger müssen sich auf höhere Müllgebühren einstellen. In der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 11. November, soll über eine entsprechende Vorlage des Magistrats abgestimmt werden. Die Mitglieder des Bauausschusses votierten bei einer Enthaltung einstimmig für die Anhebung.

Danach steigt die Jahresgebühr für einen 60-Liter-Behälter (Ein- und Zwei-Personen-Haushalte) für Restmüll von bisher 110,92 Euro auf 136,20 Euro. Für die 80-Liter-Tonne (Drei-Personen-Haushalte) müssen von 2021 an 181,60 Euro statt bisher 147,88 Euro bezahlt werden. Und die Abfuhr der 120-Liter-Gefäße für Haushalte mit vier Personen kostet künftig 272,40 Euro statt 221,84 Euro.

Zum Vergleich: Im Jahr 2014 mussten für eine 120-Liter-Tonne noch 275,24 Euro bezahlt werden. Damit liegen die neuen Gebühren noch knapp darunter. 2015 und 2017 konnten diese Abgaben jeweils gesenkt, im vergangenen Jahr mussten sie leicht angehoben werden.

Die Gesetze schreiben vor, dass Gebührenhaushalte von den Kommunen stets ausgeglichen geführt werden müssen. Das bedeutet, eventuelle Verluste, aber eben auch Gewinne müssen in die Gestaltung der Abgaben einfließen.

Der Gebührenhaushalt für die Abfallentsorgung hat einen Umfang von etwa 1,86 Millionen Euro und liegt damit um 330 000 Euro über dem des Vorjahres.

Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu erläuterte im Bauausschuss, die Stadt habe die Verträge zur Abholung des Restmülls und des Altpapiers neu ausschreiben müssen. Die bestehenden Vereinbarungen stammen aus dem Jahr 2013. „Seitdem sind die Kosten natürlich gestiegen“, betonte er. Das gelte unter anderem für Personal-, aber auch für Spritkosten. Insgesamt sei das Ergebnis der Ausschreibung um 42 Prozent höher ausgefallen als das bestehende.

Zudem werde die Stadt bei der Verwertung des Altpapiers, das sie selbst organisiert, nicht mehr die Erlöse erzielen könne wie früher. Diese Preise seien gefallen.

In die Gestaltung der Abfallgebühren fließen neben der Abholung und Entsorgung des Restmülls sowie der Papierverwertung auch die Kosten und Erlöse des Wertstoffhofs, die kostenfreie Abholung des Biomülls und die Grünschnittannahme ein. (Von Claudia Bechthold)

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