Ausverkaufte Sporthalle zur Musical-Aufführung an der

Adolf-Reichwein-Schule: „Starlight Express“ verzaubert

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ETwa 60 Schülerinnen und Schüler sowie die Stadtkapelle zeigten das Musical „Starlight Express“ in der ARS-Turnhalle.

Heusenstamm - 50 Jahre alt it die Adolf-Reichwein-Schule (ARS), Haupt- und Realschule mit Förderstufe, in diesem Jahr. Nach Akademischer Feier und großem Schulfest hat sich die ARS nun selbst das größtmögliche Geschenk gemacht: die Aufführung des Musicals „Starlight Express“ durch die Schüler.

Die noch recht unkoordinierten Eindrücke zu Beginn der Proben täuschten. Denn keiner der rund 60 beteiligten Schülerinnen und Schüler wollte den „Wunsch“, so bezeichnete Schulleiter Matthias Lippert die Entscheidung für das Musical von Andrew Lloyd Webber, in irgendeiner Weise mit Fehlern beflecken.

Stattdessen durften sich die Gäste in der ausverkauften Schulsporthalle auf eine grandiose Darbietung der Schüler der fünften bis zehnten Klassen freuen: Allen voran überzeugte der noch recht junge Simon Vidanoski als „Greaseball“ mit seinem überheblichen, arroganten Schauspiel. Doch beim Stück „Pumping Iron“ wusste der Fünftklässler, wie man das Publikum für sich gewinnt. Er war es, der gegen die Dampflok „Rusty“ zum Duell antrat, während sich der Erste-Klasse-Waggon „Pearl“ zwischen den beiden Kontrahenten entscheiden musste.

Gesanglich hat die ARS für das Musical einige ganz besondere Schülerinnen zum Vorschein bringen können – so Ena Civic, die als „Elektra“ beim Lied „AC/DC“ ihre gewaltige, voluminöse Stimme präsentierte und mit großem Applaus belohnt wurde. Ebenso stimmgewaltig war Inas El Mouhmouh, die zu Unrecht nur als „Unterstützung“ im Bühnenheft betitelt wurde. Es war bemerkenswert, wie sich die noch jungen Schüler mit den englischen Texten auseinander gesetzt hatten: Nach den Verhandlungen für die Rechte an dem Musical vor rund einem Jahr hatte man sich darauf geeinigt, dass die Texte zwischen den Lieder zwar auf Deutsch, die Lieder aber in der Originalsprache vorgetragen werden. Das lief ohne Fehler in der Aussprache.

Neben den einzelnen Darstellern auf der Bühne flitzen die Rollschuhläuferinnen auf der Bühne und stellten das Rennen zwischen den einzelnen Zügen nach. Dazu hatten die beiden ARS-Schülerinnen Sina Frederich und Tamina Jost tolle Vorarbeit geleistet: Mit ihrem Teil trugen die beiden Vereinsrollschuhläuferinnen dazu bei, dass während der Aufführungen niemand stürzte oder sich anderweitig verletzte. Und auch bei ihrem Soloauftritt glänzten die beiden.

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Generell gilt es zu betonen, dass es beim Premierenabend am Freitag keine Patzer, keine Fehler beim Gesang, keine Unfälle beim Rennen gab. Mit einer kleinen Ausnahme: Bei der Tonübertragung des Stücks „U.N.C.O.U.P.L.E.D.“ kam es zu Störungen. Wer nicht genau zuhörte, hat davon nur wenig mitbekommen, denn die Stadtkapelle unter Leitung von Kerstin Assmann-Schulz hat die Originalstücke des Komponisten Webber in einer hervorragenden Qualität vorgetragen.

Auch Bürgermeister Peter Jakoby hat es sich als einer von vielen Ehrengästen nicht nehmen lassen, dem Geburtstagskind ein Geschenk zu machen: 500 Euro stiftete er am Premierenabend zur Idee für eine gemeinsame Party, bei der alle Beteiligten des Musicals die spannende Zeit noch einmal Revue passieren lassen können.

Die Zeit, die Mühen haben sich gelohnt. Fast wie von allen Sorgen losgelöst, freute man sich nach der gelungenen Veranstaltung. Die Vorführung von „Starlight Express“ darf als Erfolg in die Schulhistorie eingehen.

kn

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