Eigens gestaltetes Banner wirbt für die Festivitäten

Startschuss vor 750-Jahr-Feier von Rembrücken

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Bürgermeister Halil Öztas und Dr. Hartmut von Kienle (rechts) vom Bürgerforum enthüllten das Werbebanner für die 750-Jahr-Feier im nächsten Jahr.

Heusenstamm - Noch gut acht Monate dauert es, bis die Feierlichkeiten zum 750-jährigen Bestehen des Ortes Rembrücken mit einem Festgottesdienst gestartet werden. Gestern stellten die Organisatoren das dazu entworfene Werbebanner der Öffentlichkeit vor. Von Claudia Bechthold 

Hellbeigefarbene Häuser mit dunkelbraunen Dächern, die Kirche, die alte Schule, der Dorfbrunnen, ein Fachwerkhaus und viel Grün prägen die Zeichnung, die Rembrücken zu seiner 750-Jahr-Feier 2018 stilisiert darstellen soll. Entworfen hat das Bild sowie ein Logo, in Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum, die Designerin Tatjana Adelt, die seit einigen Jahren im Stadtteil lebt. „Das ist sozusagen der Startschuss für die Feierlichkeiten in Rembrücken“, betont Bürgermeister Halil Öztas während der Begrüßung. Einwohner, Magistratsvertreter, das Bürgerforum und Verwaltungsmitarbeiter warten auf dem Parkplatz neben dem Sportplatz des Turnvereins an der Hainhäuser Straße auf die Enthüllung des Werbebanners, das nun auf das Fest im Mai und Juni 2018 aufmerksam machen soll.

Zu den Inhalten der geplanten Feierlichkeiten wollte sich der Bürgermeister indes nicht ausführlicher äußern. Bekannt ist bisher, dass am Sonntag, 6. Mai, ein großer Festgottesdienst stattfinden soll, dem eine Akademische Feier folgen wird. Das eigentliche Festwochenende beginnt am Freitag, 15. Juni, mit einer Großveranstaltung unter freiem Himmel. „Wir sind dabei, einen Künstler zu verpflichten, der mehrere tausend Menschen anlocken wird“, verspricht Öztas. Mehr wollte er nicht sagen, da noch keine Verträge unterschrieben seien. Zudem müssten ein Logistik- und ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden.

Am Samstag, 16. Juni, soll eine Vereinsolympiade gestartet werden, bei der sich mehrere Teams beim Lösen ungewöhnlicher Aufgaben miteinander messen. Ein „großes Treiben“ auf der Hauptstraße – also rund um Dorfplatz, alte Schule und Kirche – ist für Sonntag, 17. Juni, geplant. Von Kinderspaß bis zu Theateraufführungen soll für jeden Besucher etwas geboten werden.

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Dr. Hartmut von Kienle, Sprecher des Rembrücker Bürgerforums, trägt ein wenig Geschichte bei zur Enthüllung des Banners. In den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe die Gemeinde Rembrücken den Wunsch nach einem eigenen Wappen geäußert, berichtet er. Kreisdenkmalpfleger Karl Nahrgang habe einen Entwurf vorgelegt, der vom Regierungspräsidium akzeptiert worden sei. Die Versuche des Landrats, den damaligen Rembrücker Bürgermeister, es war Valentin Subtil, darüber zu informieren, liefen allerdings ins Leere. So erhielt der Ort kein offizielles Wappen, der Entwurf allerdings mit dem Kopf eines Rindes mit zwei Ähren über einer Brücke, sei immer wieder verwendet worden. Als Dach überspannt das Ganze das Logo der Stadt.

„Rintbrucken“ soll der Ort einst geheißen haben. Schon zu Römerzeiten habe eine Brücke über den „Bauerbach“ geführt auf dem Weg von Stockstadt über Seligenstadt nach Frankfurt. Das Gebiet sei sumpfig gewesen und eigentlich nur bei Frost passierbar, erläutert von Kienle.

Zwischen 1834 und 1836 habe es zudem wegen der Reperaturkosten für die baufällige Brücke einen Streit mit Hainhausen gegeben, mit dem man eine Verwaltungsgemeinschaft gebildet hatte. Weil die Hainhäuser sich an den Kosten nicht beteiligen wollten, lösten die Rembrücker diese Gemeinschaft auf. Seit 1837 hatte der Ort dann einen eigenen Bürgermeister – und zahlte die Reparatur.

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