Pfarrheim-Gelände St. Cäcilia

Steile Dächer passend zum Ort

+
Das Modell zeigt eine mögliche Bebauung (blau eingefärbte Dächer) des Pfarrheim-Geländes St. Cäcilia im Alten Ort mit einem Gemeindezentrum, einer Schulkindbetreuung, einer dreiteiligen Kindertagesstätte sowie einem Treppenhaus in der Mitte.

Heusenstamm - Ein Familienzentrum, so hatte Ende März Bürgermeister Halil Öztas gemeinsam mit Pfarrer Martin Weber erstmals vorgeschlagen, könnte auf dem Gelände des Pfarrheims St. Cäcilia im Alten Ort entstehen. Von Claudia Bechthold 

Jetzt hat der damit beauftragte Architekt eine Machbarkeitsstudie angefertigt, die am Montagabend auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. „Das ist erst der zweite Schritt von 15, 20 oder 30 weiteren“, betont Bürgermeister Halil Öztas immer wieder. Den Mitgliedern im Bauausschuss des Stadtparlaments wird an diesem Mittwochabend die Machbarkeitsstudie für das Pfarrheimgelände der Gemeinde St. Cäcilia vorgestellt – eine rein städtebauliche Betrachtung, was möglich wäre, was passen könnte, wie man die Fläche optimal nutzen könnte.

Architekt Marcus Schmitt, der vor fünf Jahren den Wettbewerb zum Pfarrheim-Neubau gewonnen hatte, stellt seine Studie vor. Zunächst aber erläutert er, was nicht Aufgabe dieser Ausarbeitung war: ein Hochbau-Entwurf, ein Verkehrskonzept und die Frage der Zusammenarbeit von Stadt und Kirche bei Bau und Betrieb eines solchen Zentrums. „Das ist nur eine Flächenprüfung“, ergänzt er.

Etwa 2600 Quadratmeter Fläche stehen zur Verfügung hinter der Barockkirche St. Cäcilia und dem Haus der Literatur. Ziel der Überlegung sei das angedachte Raumprogramm mit multifunktional nutzbarem Gemeindezentrum inklusive Saal, Seniorentreff mit Beratungsbüro, Mittagstisch und kleinem Café, Raum zur Schulkindbetreuung und eine kleine Kita sowie eine Hausmeisterwohnung. Letzteres hat er gestrichen, dafür reiche der Platz nicht aus. Außerdem sollen „Stadträume“ im Alten Ort vernetzt werden, der alte Garten am Haus der Stadtgeschichte zum Kirchplatz hin.

Drei Baufenster habe er gestaltet, wobei das dritte als Modell am geeignetsten erschien. Nach diesem Modell könnte ein großes Gemeindezentrum quer zum Haus der Literatur entstehen. Dahinter – quer zu diesem Bau – ein Gebäude für die Schulkindbetreuung und längs – in der Fortsetzung des Hauses der Stadtgeschichte quasi – drei kleinere Häuser, die allerdings im Erdgeschoss verbunden sind. Zwischen diesen Komplexen würde man ein Treppenhaus mit Aufzug errichten, das über Stege mit allen verbunden wäre.

Die Häuser sind alle zweigeschossig vorgesehen und haben ein Steildach – der Umgebung im Alten Ort vollständig angepasst. Keller sollen nicht gebaut werden, da das Grundwasser dort nur in 1,50 Meter Tiefe liegt. Durch die Anordnung der Gebäude entstünde zudem ein nutzbarer Platz.

Bedenken, die der CDU-Stadtverordnete Lothar Fella zu den Folgen einer Zustimmung des Parlaments zu diesem Vorschlag äußert – man lege sich damit schon jetzt auf die spätere Nutzung fest. ohne deren Folgen finanzieller Art, aber auch zum Beispiel zur Verkehrssituation zu kennen – zerstreut Bügermeister Öztas: „Es geht nur darum, zu entscheiden, ob auf der Basis dieses Modells weitergemacht werden kann. Das Modell sagt noch nichts über tatsächliche Pläne.“

Am kommenden Montag, 9. September, um 18.30 Uhr wird das Ergebnis dieser Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle daran Interessierten können dazu in den Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung im Schlossrathaus, Im Herrngarten 1, kommen. Auch Fragen werden beantwortet.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare