Viel Strom vom Martinsee-Dach

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850 Quadratmeter Dachfläche hat Gerd Rottstedt für die Photovoltaik-Anlage auf der Martinsee-Halle genutzt.

Heusenstamm - Die Anlage läuft seit 1. Dezember. Und Gerd Rottstedt ist sich sicher, dass sich diese Investition gelohnt hat. 260.000 Euro hat der Inhaber der gleichnamigen Elektrofirma privat in die Photovoltaik auf dem Dach des Sport- und Kulturzentrums Martinsee gesteckt. Von Claudia Bechthold

Und nun verkauft er den Strom an andere. 89 .000 Kilowattstunden werden nun jedes Jahr allein über den Köpfen von Turnern und anderen Sportlern gewonnen. Und damit im gleichen Zeitraum knapp 54 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Die Forderung, das flache Dach des mehr als 25 Jahre alten Zentrums für die Gewinnung von Solarenergie zu nutzen, war vor allem von Fraktionen der Grünen und der Freien Wähler schon mehrfach geäußert worden. „Eine solche Anlage zu installieren ist nur sinnvoll, wenn das Dach darunter mindestens in den folgenden 20 Jahren nicht erneuert werden muss“, erläutert Bürgermeister Peter Jakoby.

Stadt freut sich über Heusenstammer Investor

Nach der energetischen Sanierung des Betongebäudes, die auch eine Erneuerung des Dachs einschloss, lohne sich das nun. Die Stadt habe auf das Angebot, das Dach für Solarenergie zu vermieten, nur wenige Antworten erhalten. Umso mehr freue man sich, mit Gerd Rottstedt einen Heusenstammer Investor gefunden zu haben. 20 Jahre laufe der Vertrag. Danach trage sich die Anlage vermutlich selbst.

Auf rund 850 Quadratmeter Fläche wurden nun die Kollektoren mit 20 Prozent Neigung in Richtung Süden aufgestellt. Blitzschutz und Messeinrichtungen mussten ebenfalls installiert werden. Im Foyer der Halle könne man bereits ablesen, wie viel Strom gewonnen werde, sagt Gerd Rottstedt. In einigen Wochen wolle er zudem auf dem Internet-Auftritt seiner Firma diese Daten zugänglich machen.

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