KLINGELNDE VEREINSKASSE TSV will Parkour-Angebot ausbauen

Suche nach Hindernissen

Über Stock und Stein: Die TSV-Freizeitsportabteilung „Hollywood“ möchte gerne mehr Platz und Geräte für ihr Parkour-Training. Das Angebot ist gefragt, es gibt bereits eine Warteliste Foto: PROCHNOW

Heusenstamm – Zu den Bewerbern um die Klingelnde Vereinskasse des Obertshausener Unternehmens Holzland Becker zählt die TSV-Freizeitsportabteilung Hollywood mit ihrem Projekt „Parkour“ der „Kids in Action“. Wir stellen das Vorhaben vor. VON MICHAEL PROCHNOW

Sie springen über Bänke – im Freien wie im Spiegelsaal, mit bunten Seilen und in ausgelegte Autoreifen, auf flache oder höhere Kästen in der Turnhalle ihres Vereins. Noch ist es eine Mischung aus Aerobic, Zirkeltraining und Meditation, erläutert Trainerin Sylvia Franke. Doch schon bald wollen die Mädchen und Jungen einen „Parkour“ entlang der Schlossallee bewältigen, sich auf Spielplätzen, Waldwegen und in Parks bewegen.

Dann überwinden sie in Lauf und Sprung Geländer, Mauern, Zäune und Bäche, rennen Wände empor und balancieren auf liegenden Baumstämmen. Neben Sylvia trainieren die ebenfalls mannigfach qualifizierten Kräfte Bianca Jordan und Achim Günzel zwei Gruppen mit insgesamt 30 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun und von zehn bis 14 Jahren. „Die Nachfrage ist groß, auf unserer Warteliste stehen schon 20 Kinder“, informiert die Initiatorin.

Das verlangt mehr Platz und mehr Geräten. Das Team hat sich bei der „Klingelnden Vereinskasse“ beworben, um den Turngarten auf dem Freigelände der TSV an der Jahnstraße rasch ergänzen zu können. Dazu braucht es Markierungshütchen, Hindernisse sowie eine Slackline mit Baumschlingen, um das Gurtband zum Balancieren flexibel befestigen zu können. Und eine Hütte, um all die Sachen zu lagern.

Für den größten Verein in der Schlossstadt sei es wichtig, Trends im Sport zu erkennen und anzubieten, erklärt Übungsleiterin Franke. Die gewünschte Erweiterung komme auch den vier Psychomotorik-Gruppen der Abteilung zugute. Mit der Methode „Parkour“ werden konditionelle Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit in jedem Gelände gestärkt. Dabei geht es nicht um einen Wettkampf, sondern um das Erkennen der eigenen körperlichen und mentalen Grenzen, um Hilfsbereitschaft und um die Arbeit an Schwächen.

Die Grundelemente seien Laufen, Balancieren, Drehen, Springen und Landen, Hangeln und Klettern, zählt die vielseitig aktive Jugendwartin auf. „Der Fokus liegt darauf, spielerisch und mit Spaß konditionelle und koordinative Fertigkeiten zu erlernen.“ Parkour erleichtere die Selbsteinschätzung, fördere Selbstwertgefühl, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

Seit fast 25 Jahren beschreitet „Hollywood“ neue Wege im Sport. Die Abteilung zählt 250 Mitglieder im Alter von drei Monaten bis 92 Jahren in elf Gruppen, von Fitness- und Entspannungstraining über Aerobic, Walking und Zumba bis Pilates, Faszientraining und Flexi-Bar. Sie praktiziert „ein integriertes Konzept im Freizeitsport, das Menschen jeden Alters anspricht und zusammenführt, Gesundheit und Prävention, Freude und Gemeinschaft vereint“, sagt Franke. Mehrfach hat „Hollywood“ eine Auszeichnung bei den „Sternen des Sports“ des Deutschen Sportbunds errungen.

" Die Abstimmung der zehn Finalisten inklusive Vorstellung gibt’s auf holzlandbecker.de/vereinskasse.

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