Neuer Bauhof

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So könnte der Bauhof aussehen: Zur Straße hin der Wertstoffhof und die Verwaltung, hinten Lager- und Werkstatthallen.

Heusenstamm - Mehr Fläche als bisher soll es nicht werden für den künftigen Bau- und Wertstoffhof. Der entscheidende Unterschied: Bisher war diese Fläche auf fünf Standorte verteilt. Von Claudia Bechthold 

Wenn das Stadtparlament einem Neubau am neuen Standort zustimmen sollte, könnte alles zusammengeführt werden. Den Mitgliedern des Bauausschusses hat Jörg Böhning von der PBS Planungsgesellschaft jetzt eine erste Vorplanung dazu erläutert. Ins Gewerbegebiet Zwerggewann in direkter Nachbarschaft zu Martinsee sollen die Bauhöfler umziehen, auf ein bislang unbebautes Grundstück der Stadt. Dort könne man den Bau- und Wertstoffhof wirtschaftlicher betreiben, Synergien besser nutzen, warb Bürgermeister Peter Jakoby für den Vorschlag.

Gleichzeitig versicherte der Verwaltungschef, dass man alle denkbaren Alternativen ausführlich geprüft habe. Allerdings hätten sich etwa alle Möglichkeiten zur interkommunalen Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden nicht realisieren lassen. Die Bauhöfe der Städte Dietzenbach und Obertshausen lägen so weit entfernt, dass Heusenstammer weite Wegstrecken zurücklegen müssten. Und der neue Neu-Isenburger Bauhof soll künftig auch von der Stadt Dreieich mitgenutzt werden, habe also keine Kapazität mehr. Ein Um- oder Neubau am derzeitigen Standort an der Rembrücker Straße habe ebenso wenig Sinn, da das Areal dort für alle Außenstellen zu klein sei. So haben die Schreiner ihre Werkstatt im Hofgut Patershausen, die Elektriker arbeiten in einer „modrigen Werkstatt“ auf dem ehemaligen Postgrundstück Eisenbahnstraße 11.

Zwei langgezogene Hallen hat das Planungsbüro PBS auf dem Grundstück hinter den großen Lagergebäuden unter anderem von Levis für eine Doppelnutzung vorgesehen. Nachts könnten dort die Fahrzeuge des Bauhofs geparkt werden, tagsüber stünden diese Hallen als Werkstätten zur Verfügung, erläuterte Jörg Böhning. Schreiner, Maler, Elektriker und auch die Mitarbeiter der Abteilung Wasserversorgung hätten darin genügend Platz. Und da diese Hallen vergleichsweise hoch gebaut werden müssten, könnte eine zweite Ebene entstehen, die als Lagerfläche nutzbar sei, Derzeit lagern Bauhof-Utensilien unter anderem in der sogenannten Dinkler-Halle am Nieder-Röder Weg, in der Hammerhalle am Schloss und an der Kläranlage.

So könnte der Bauhof aussehen: Zur Straße hin der Wertstoffhof und die Verwaltung, hinten Lager- und Werkstatthallen.

Das Verwaltungs- und Sozialgebäude stellt sich Jörg Böhning, dessen Planungsfirma zum Beispiel auch das Kreishaus in Dietzenbach gebaut hat, in Würfelform vor. Neben Büros und einem Aufenthaltsraum könnten darin die Sanitäts- und Umkleideräume für die 35 Mitarbeiter, das Archiv, Haustechnik und ein Besprechungsraum untergebracht werden. Das Silo, in dem das Salz für den Winterdienst gelagert wird, platzieren die Planer so, dass das Streufahrzeug zum Befüllen vorwärts darunter gestellt und auch wieder weggefahren werden kann. An der Rembrücker Straße ist dies nur rückwärts möglich. Zudem kann der Fahrer während des Befüllens nicht aussteigen. Die Zufahrt zum Silo könnte im Sommer als Stellfläche für zusätzliche Container dienen. Insgesamt hätten zwölf Container auf der als Wertstoffhof ausgewiesenen Fläche Platz. Die Dinkler-Halle und den größeren Teil des Grundstücks an der Rembrücker Straße könne man zur Finanzierung des Neubaus verkaufen, sagte Jakoby. Interessenten gebe es für beide Flächen.

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