Das Team des Horst-Schmidt-Haus bedankt sich

Anderen etwas Gutes tun

Heusenstamm -  Viele Aktivitäten im Horst-Schmidt-Haus der Awo können nur dank ehrenamtlicher Helfer realisiert werden. Nun gab es ein Dankeschön für die Freiwilligen. Von Lisa Schmedemann 

Ob Kino, Singstunde oder Oldtimertreffen – den Bewohnern des Horst-Schmidt-Hauses wird definitiv nicht langweilig. Das breite Angebot stemmt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) nicht alleine. „Etwa 6500 Stunden werden im Jahr ehrenamtlich besetzt“, erklärt Roza Bering, Betriebsleiterin des Pflegeheims. „Und damit haben wir noch längst nicht alles erfasst, und sei es nur Kuchenbacken“, fügt Pflegedienstleiterin Christiana Tannert hinzu. Das Team der Einrichtung schätzt sich mit dem Angebot, dass erst durch die tatkräftige Unterstützung von etwa 75 ehrenamtlichen Helfern möglich ist, glücklich.

„Das Schöne ist, dass jeder sein Talent einbringen kann“, findet Bering. Einer betreut die Website, andere geben Kreativkurse. „Auch derjenige, der einfach nur die Hand eines Bewohners hält, entlastet uns damit sehr“, sagt sie. „Bei Ausflügen kommen auf zehn Bewohner sechs bis sieben Ehrenamtler – das ist nicht selbstverständlich“, betont Tannert. Neben den Angeboten komme die Unterstützung bei Festen und Märkten dazu. „Wir wissen, dass wir uns auf unsere Ehrenamtler verlassen können“, sagt Bering. Über die Jahre sei ein eingespieltes Team entstanden.

Hildegard Jockel etwa engagiert sich schon seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich. Sie will etwas Gutes tun. Im Horst-Schmidt-Haus veranstaltet sie jeden Donnerstagvormittag einen Bastelkreis. „Für diejenigen, die noch fit sind und es bleiben wollen“, sagt sie. Hildegard Jockel ist der Meinung, es sei für die Bewohner wichtig, dass auch mal jemand von außen kommt. Auch Ingrid Raftery sieht, dass sie mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit tatsächlich etwas bewirken kann. Seit fünf Jahren ist die ehemalige Lehrerin dabei, liest am Liebsten vor. „Gedichte, Balladen, Märchen und Sagen wecken vor allem bei dementen Menschen schöne Erinnerungen.“ Das zu sehen, bereitet Ingrid Raftery viel Freude.

Armut trifft immer mehr ältere Menschen

Um den etwa 30 anwesenden Helfern zu danken, haben die hauptamtlichen Mitarbeiter zu einem Grillabend mit musikalischer Begleitung und gemütlichem Beisammensein eingeladen. Bering richtet ihre Worte an die Ehrenamtlichen und eröffnet das Buffet. „Ein Riesendankeschön an euch alle, eure Arbeit ist einfach unbezahlbar.“

Bei dem Buffet aus der hauseigenen Küche haben die Gäste die Qual der Wahl. Mitarbeiterin Jerappa Setrong stattet vorher noch alle mit einem Erfrischungstuch aus, bevor sie die Getränkewünsche erfüllt. Carla Lopes fällt es schwer, sich lediglich bedienen zu lassen. Nach einer kecken Aufforderung Setrongs hält sie inne. „Heute sollt ihr euch verwöhnen lassen“ sagt sie und zwinkert Lopes zu. Neben ihrer hauptamtlichen Arbeit bei der Awo engagiert sich Lopes zusätzlich beim Förderverein Lebensbilder des Horst-Schmidt-Hauses, dem auch ihr Mann Thomas Schmidkunz angehört. Als ehrenamtlicher Fotograf ist er seit etwa zwei Jahren bei fast jedem Ausflug der Einrichtung dabei. „Am Sonntag geht’s zum Oldtimertreffen ins Schloss“, erzählt er und freut sich. Es mache immer wieder Spaß, mit Leuten ins Gespräch zu kommen.

Rubriklistenbild: © dpa

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