Junge Rembrücker verwalten ihren Treffpunkt selbst

Spaß auch ohne Bierchen

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Das Team des Jugendzentrums in Rembrücken sprach mit Bürgermeister Peter Jakoby über seine Arbeit. Im Bild (von links): Johannes Horch, Arne Swiatek und Gregor Gündling vom Jugendzentrum Heusenstamm.

Heusenstamm - Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die Jugendlichen die Verantwortung für ihren Treffpunkt in Rembrücken selbst übernommen haben. Vor kurzem wurden sie für ihre unermüdliche Arbeit mit dem Jugend-Engagementpreis des Kreises Offenbach ausgezeichnet. Von Sebastian Schwarz 

Was sie sich für die Zukunft wünschen und wie sie noch mehr junge Leute anlocken wollen, darüber sprach das Team des Raums am Donnerstag mit Heusenstamms Bürgermeister Peter Jakoby. Die Stimmung ist entspannt. Es wird viel gelacht während des Gesprächs zwischen dem Stadtoberhaupt und den jungen Rembrückern. „Was können wir als Stadt noch verbessern?“, möchte Jakoby wissen. Vor allem eine Sache gibt es da, die Gregor Gündling, Johannes Horch und Arne Swiatek Kopfzerbrechen bereitet. „Wir haben immer weniger Zulauf“, sagt Johannes Horch mit betrübter Miene. „Am Anfang war es bei uns immer voll, jetzt kommen nur noch sechs bis acht Leute vorbei“, ergänzt Gündling.

Der 24-Jährige gehört zusammen mit Horch, Swiatek, Michael Kolodziejczyk und Daniel Assmann zum Leitungsteam des Raums. Doch die jungen Männer haben schon eine Idee, wie man das wieder ändern könnte: einen Tag der offenen Tür für dieVereine soll her, um neue Interessenten anzulocken. Bei Peter Jakoby stoßen die Ehrenamtlichen damit auf offene Ohren. „Das ist eine gute Idee“, lobt er.

Offen für jeden

Überhaupt ist der Rathauschef sehr angetan von der Arbeit der Rembrücker. „Ich bin begeistert wenn junge Leute Verantwortung übernehmen. Das Vertrauen in euch war völlig gerechtfertigt.“ Zur Frage, wie man mehr junge Leute dafür begeistern kann, hat er noch eine Idee parat. „Vielleicht braucht ihr ein paar Mädchen, die mitmachen“, empfiehlt er mit einem Augenzwinkern. Denn bis jetzt sind Besucherinnen noch selten anzutreffen im Jugendtreff.

Was genau erwartet die Jugendlichen eigentlich dort? „Wir sind offen für jeden, bei uns kann jeder seine Freizeit so gestalten, wie er möchte“, sagt Gregor Gündling. Tischkicker und Dartscheibe laden in dem rund 20 Quadratmeter großen Domizil an der Obertshäuser Straße zu einem entspannten Spielchen ein, einen Fernseher gibt es ebenfalls. Wer will, kann auch einfach nur „abhängen“. Am beliebtesten ist bei den Jugendlichen indes, wenig überraschend, der Tischkicker. „Bei unseren Turnieren sind die Rembrücker immer ganz vorne dabei“, weiß Martin Kotzurek, Leiter des Jugendzentrums Heusenstamm und hauptamtlicher Begleiter der Rembrücker. Regelmäßig stehen zudem gemeinsame Aktivitäten wie Bowling oder Billard auf dem Programm. Ganz ohne Regeln geht es dort selbstverständlich nicht.

So ist beispielsweise Alkohol untersagt. Selbst wer schon 16 ist, muss auf sein Bierchen verzichten. Geöffnet hat das Jugendhaus jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr. „Der Raum kann aber auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden“, betont Gündling. Für die Zukunft wünscht er sich vor allem, viele neue Gesichter begrüßen zu dürfen.

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