Start soll Anfang März sein

Team der Waldkita stellt Konzept vor

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Waldkita-Leiterin Asha Scherbach (rechts) und Mitarbeiterinnen.

Heusenstamm - Der Start des ersten „Heusenstammer Waldkindergartens“ steht bevor. In der Gruppe mit dem Namen „Die wilden Springfrösche“ können bis zu 20 Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden und vor allem die Natur erleben. Von Burghard Wittekopf 

Rede und Antwort über Kinderbetreuung im Wald standen jetzt Vertreter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Betreibers des neuen Waldkindergartens sowie der Stadtverwaltung interessierten Eltern. Das Modell unterscheidet sich in wenigen, aber wesentlichen Punkten vom gewohnten Kindergartenmodell: Die Kinder verbringen ihre Wochentage zu jeder Jahreszeit im Freien. Als Schutzraum steht ihnen ein Bauwagen zur Verfügung, der mit Strom versorgt ist. In einleitenden Worten zeigt sich Bürgermeister Halil Öztas vom Konzept sehr überzeugt „Mein nächstes Kind würde ich gerne in diese Einrichtung geben.“ Er berichtet, dass die Planungen nahezu abgeschlossen sind und nur noch „kleinere“ Details mit dem Kreis Offenbach zu klären sind. Nach seiner Aussage wird der Kindergarten Anfang März (Wunschtermin 1. März) starten. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Träger ist die Arbeiterwohlfahrt Obertshausen (Awo), die bereits weitere Waldkitas in Nachbarstädten betreibt und das Konzept seit 15 Jahren erfolgreich umsetzt. Einen tieferen Einblick gibt zunächst Diplom-Psychologin Asha Scherbach, Leiterin der Waldkitas. Sie beschreibt, dass es sich dabei um einen öffentlich und staatlich anerkannten Kindergarten handelt, der für jedes Kind zugänglich ist. Es sei im Grunde ein normaler Kindergarten mit ähnlichem Ablauf wie „Begrüßungskreis, freies Spielen, gemeinsames Frühstück, Basteln und Abschlusskreis.“ Auch unternehmen die Kinder Ausflüge und es gibt Projektwochen.

Die Betreuung übernehmen pädagogische Fachkräfte sowie Monats- und Jahrespraktikanten. Gefördert wird entsprechend dem Kinderbildungsgesetz. Der große Vorteil: Die Kinder sind den gesamten Tag über in der freien Natur sind. Sie seien dadurch robuster und sammelten Kompetenzen, die Kinder in „normalen“ Einrichtungen so nicht erfahren könnten. Die Betriebszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 13 Uhr. Wenn die Kinder Essen, endet die Betriebszeit um 14 Uhr.

Die Fragen der Eltern beziehen sich auf Kosten und täglichen Ablauf. Laut Kerstin Stanek, Leiterin Fachdienst Jugend, Soziales und Senioren, entsprechen die Gebühren jenen städtischer Kindergärten. Scherbach beschreibt, dass es lediglich einen Aufnahmebetrag in Höhe von 250 Euro gibt. Das Geld werde für Projekte verwendet. Ein Vater möchte wissen, wie die Kinder vor Weglaufen oder Entführung geschützt werden. Scherbach betont, so etwas sei bisher nicht vorgekommen: „Die Kinder laufen nicht einfach wild im Wald herum. Sie sind in der Gruppe und werden durch geschulte Kräfte beaufsichtigt. Sie haben darüber hinaus einen hohen Zusammenhalt, den wir schulen.“

Auch Fragen nach Zecken, Verletzungsgefahr und Regen kann die Leiterin beruhigend beantworten. Und für den ganz besonderen Fall einer Unwetterwarnung finden die Kinder in der TSV-Turnhalle Unterschlupf. Die Anmeldung erfolgt, wie bei allen Kindergärten, über die WEB-Kita (zu finden auf www.heusenstamm.de), die laut Stanek bereits geschaltet ist. Auch ein Wechsel aus einer Kita in den Waldkindergarten und umgekehrt sei möglich. Dazu müsse man das Kind eben einfach über die WEB-Kita neu anmelden.

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