Turbulente Komödie am Bannturm

Spunks mit List und Limonade

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Turbulent und lustig wird es am Samstag auf der Bühne am Bannturm, wenn die Theatergruppe Spunk ihren alljährlichen Auftritt hat.

Heusenstamm - Sie sind schon seit der Schule befreundet. Und sie spielen jedes Jahr im Kultursommer Theater. Die Gruppe Spunk steht seit mittlerweile 25 Jahren auf der Kultursommer-Bühne – aus Spaß am Spiel. Von Claudia Bechthold 

Wissen Sie, was Spunk bedeutet? Christoph Eckert grinst, als er diese Frage stellt. Spunk, das ist ein Fantasie-Wort, das Pippi Langstrumpf erfunden hat. Eines morgens fällt ihr das Wort ein und sie geht auf die Suche nach dessen Bedeutung. Und der Freundeskreis, der es sich als Namen gegeben hat, war der Meinung, das passe zu ihnen. Seit 25 Jahren steht die Theatergruppe Spunk jedes Jahr einmal auf der Bühne, stets mit einem selbst geschriebenen Stück. Christoph Eckert ist der Autor. Er schreibt die Dialoge, das Drehbuch. „Einen Regisseur haben wir aber noch nie gebraucht“, betont er gleich. Bis jetzt habe die Gruppe immer gut harmoniert, auch wenn man sich während der Proben gegenseitig beurteile und Tipps gebe, wie etwas vielleicht ein bisschen besser wirkt.

Etwa zehn Personen bilden den harten Kern der Spunks. Nicht nur die Texte, auch die Kulissen und die Kostüme machen sie selbst beziehungsweise stellen sie zusammen. Da landet durchaus mal ein Möbelstück aus der eigenen Wohnung am Bannturm. „Diesmal haben wir zum ersten Mal eine Tür auf der Bühne“, bemerkt Dirk Reisser, und es schwingt in diesen Worten fast ein wenig Stolz mit.

Große schauspielerische Ambitionen haben die Spunks nicht. Hauptsache, die Rollen kommen glaubhaft rüber und das Publikum fühlt sich gut unterhalten. Die fröhlichen Mittvierziger genießen die Abwechslung. „Die meisten von uns sind Juristen oder Lehrer geworden“, erläutert Eckert. Technisch seien sie allesamt daher eher unbegabt. Umso erstaunter – über sich selbst – präsentieren sie eine Zusammenstellung von am Computer erstellten Skizzen, auf denen für einige der Szenen dargestellt wird, wer wo stehen soll. Die Zuschauer erwartet am kommenden Samstag, 30. Juni, ein turbulente Komödie. „Liebe, List und Limonade“ heißt das Stück, das die Theatergruppe Spunk an diesem Abend um 20 Uhr am Bannturm aufführen wird.

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„Es geht um den Repräsentanten eines großen Limonaden-Herstellers, der die Produkte in einem osteuropäischen Land vertreibt“, beschreibt Christoph Eckert den Inhalt. Der Repräsentant hofft auf eine Versetzung, als ihm der Firmenchef seine Tochter für einen Aufenthalt schickt. Diese verliebt und verlobt sich prompt mit einem einheimischen Künstler, von dem sie auch noch schwanger wird. Für die Eltern aber ist der Künstler alles andere als ein akzeptabler Schwiegersohn. Da der Repräsentant seine Chancen auf eine Versetzung schwinden sieht, tut er alles, um aus dem Künstler den passenden Schwiegersohn zu machen.

Stefanie und Dirk Reisser, Doris und Michael Hay, Nora Enns-Hebestreit, Frank Plomer. Meike Brückmann, Patrick Beckert, Melanie Tsaldaris, Paula Roth-Silva und Christoph Eckert sind kaum nervös. Und falls doch etwas schief läuft: Sie machen das so charmant, dass man es ihnen nicht übel nehmen kann.

Karten à acht Euro plus Gebühr gibt es im Vorverkauf und zu zehn Euro an der Abendkasse.

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