So isser halt, der Hartmann

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Thomas Hartmann krempelt derzeit die Ärmel hoch – als Solist auf der Kabarettbühne.

Heusenstamm - Der Heusenstammer Kulturpreisträger präsentiert ein Solo-Kabarett-Programm. Seine Frau Martina vermittelt Künstler und bietet Kulturmanagement. Von Claudia Bechthold

Auf der Bühne fühlt er sich wohl, der Thomas Hartmann – schon immer. Schon als Neunjähriger hat ihn der Vater bei Theater-Aufführungen mitmachen lassen. Und da sind ihm zwei Termine im Jahr offensichtlich zu wenig. Denn ab sofort will er ganz regelmäßig auf jene berühmten Bretter – mit einem Soloprogramm. „So isses halt“ nennt der Heusenstammer sein Solokabarett.

„Ich hatte vor Jahren schon einmal ein Soloprogramm“, erzählt der jüngste Kulturpreisträger der Schlossstadt. Das blieb zunächst ein einmaliges Zwischenspiel. Fastnachtssitzungen und Theaterstücke aber hat er allerdings schon viele geschrieben und auch aufgeführt. Zuletzt hat ihn das Publikum für den „Torbau zu Babbel“ gefeiert, den Hartmann zur 250. Wiederkehr des Kaiserbesuchs in Heusenstamm geschrieben hatte.

„So isses halt“, das sei ein Programm über die „Top-20“ der Aufreger der Nation“, verrät der 52-Jährige. Entstanden sei es aus der Erkenntnis heraus, dass man ohnehin nichts ändern könne am einen oder anderen Umstand. „Das ist auch ein Therapie-Programm für alle Beteiligten“, sagt er und fügt hinzu, „auch für mich“. Das Wichtigste für ihn ist aber, dass das Publikum Spaß hat und vielleicht auch etwas „mitnimmt“. Und klar, mit Heusenstamm werden die Themen dieses Programms nichts mehr zu tun haben.

Risiko wegen zweiten Standbeines

Ein gewisses Risiko sieht Thomas Hartmann schon, wenn er sich nun ein zweites Standbein eröffnet. Aber da er freiberuflich als Marketingberater tätig ist, lasse sich das gut verbinden, meint er. Und je nach Erfolg werde er dann irgendwann entscheiden, wie es weitergehen soll.

Mutig allerdings ist der Heusenstammer. Denn er hat für seine Auftritte das Haus der Stadtgeschichte schon für zehn Abende reserviert. „Wenn man rechnet, dass etwa 80 Personen in den Saal passen, dann sind das insgesamt 800 Zuschauer – das ist doch machbar.“ Ganz allein steht Thomas Hartmann dabei nicht auf der Bühne. Dabei sind „Die Söhne Heusenstamms“ zu denen Sohn Timo zählt. Sie texten Witziges auf bekannte Melodien. Und Mäc Härder hat Thomas Hartmann eingeladen, einen Kabarettisten aus Franken.Überhaupt spielt das Fränkische eine große Rolle bei der Neuorientierung der ganzen Familie Hartmann. Ehefrau Martina hat nämlich die Rhein-Main-„Filiale“ der Agentur Artcon, Künstler & Kultur, gegründet. Es wären aber nicht die Hartmanns, wenn da nicht auch ein ganzes Stück Heusenstamm drin steckte: Artcons Hauptsitz ist in Sommerhausen bei Würzburg und gehört Herbert Löw, einem Heusenstammer.

Künstlervermittlung, Künstlermanagement, Theater- und Show-Produktionen sowie Kulturmanagement will Martina Hartmann im Rhein-Main-Gebiet anbieten. So hat sie zum Beispiel für das Bürgerhaus in Zeppelinheim einen Veranstaltungsplan „gezimmert“.

Karten für „So isses halt“ im Haus der Stadtgeschichte am 23., 24., 30. und 31. Januar gibt es in bei „Das Buch“, Frankfurter Straße 30.

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