Über Geiz, Rache und Eitelkeit

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Zum fünften Mal präsentiert Eva Zeidler (Foto) zusammen mit Gunilda Wörner die Reihe „Bibel & Literatur“.

Heusenstamm ‐ Es ist schon das fünfte Jahr für die Reihe „Bibel & Literatur“, die Eva Zeidler und Gunilda Wörner am kommenden Sonntag, 17. Januar, um 17 Uhr im Hinteren Schlösschen mit der ersten von vier Folgen beginnen. „Kaum zu glauben“, kommentiert Eva Zeidler dies. Von Claudia Bechthold

Gemeinsam mit Evangelischer und Katholischer Erwachsenenbildung sowie dem Verein Literatur & Kunst am Torbau veranstaltet die Stadtbücherei diese Reihe mit Erfolg. Gerade am vergangenen Sonntag haben Zeidler und Wörner die erste Folge der Themas aus dem Jahr 2009, Lebensstufen, in Hanau-Steinheim gelesen.

In diesem Jahr hat sich die Veranstalterrunde auf das Thema „Typisch Mensch!“ geeinigt, bei dem es um menschliche Schwächen wie Eitelkeit, Rache und Verzeihen, Geiz und den Mut gehen soll. „Wir treffen uns meist zwei Mal in großer Runde“, berichtet Eva Zeidler. Zu den regelmäßigen Teilnehmern zählen neben den beiden Rezitatorinnen auch die Journalistin Eva Schumann, Sabine Richter-Rauch, Ditrun Zeller vom Verein Literatur & Kunst, Jörg Engelmann von der Evangelischen Erwachsenenbildung und die Leiterin der Stadtbücherei, Katja Richter.

In dieser Runde einige man sich über das Gesamtthema einer neuen Reihe sowie über die einzelnen Folgen. Und natürlich sammele man Anregungen für Textstellen, die zitiert werden könnten. „Sonst wäre das ja viel zu einseitig“, sagt Eva Zeidler lachend.

Märchendichter Andersen erzählt von einem Kaiser

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 17 Uhr im Hinteren Schlösschen. Der Eintritt kosten sechs Euro, ermäßigt, vier Euro.

Die weiteren Folgen der Reihe sind für die Sonntage 21. Februar mit dem Thema Rache, 14. März unter dem Titel „Geiz ist die Wurzel allen Übels“ und 18. April über den Mut terminiert.

Am kommenden Sonntag heiß es „Die Eitelkeit ist ein Affe des Stolzes“. Über diese menschliche Untugend wurde viel nachgedacht und geschrieben. Der Evangelist Matthäus ermahnt, nicht zu viel Sorgen auf Essen, Trinken und Kleidung zu verschwenden. Der Prediger Abraham a Santa Clara wettert über die hoffärtigen Narren. Der Märchendichter Andersen erzählt von einem Kaiser, der jedes Maß verliert und dessen Nacktheit durch ein Kind enttarnt wird. Saint-Exupérys kleiner Prinz findet das Verhalten des eitlen Menschen höchst merkwürdig. Die Rezitatorinnen spannen den Bogen von Ovids Narzissus-Metamorphose bis zu Canettis „Komödie der Eitelkeiten“, von Chaucers „Canterbury Tales“ bis zu Eva Menasses Erzählungen „Lässliche Todsünden“. Und Gunilda Wörner will auf dem Cello unter anderem den von den Andrew Sisters berühmt gemachten Musicalsong „Bei Mir Bist Du Schoen“ spielen.

Einmal im Monat Bilderbuchkino für die Jüngsten

Beliebt beim Heusenstammer Publikum sind auch die Lesungen mit Winfried B. Sahm. Stadtbüchereileiterin Katja Richter konnte ihn auch für das neue Halbjahr gewinnen. Am Donnerstag, 15. April, um 20 Uhr wird sich Sahm im Hinteren Schlösschen dem Thema „Reisegedichte“ widmen. Das Programm mache mit einer breit gefächerten Auswahl von Gedichten zum Thema Reise bekannt. Die ergänzende Kommentierung liefere kultur-, religionsgeschichtliche und biographische Hintergrundinformationen, kündigt Richter an.

Fester Bestandteil im Programm des Hauses der Literatur, Schlossstraße 10, ist das monatliche Bilderbuchkino meist am ersten Montag eines Monats um 15.30 Uhr. Am 1. Februar wird den Kindern das Buch „Eine Geburtstagstorte für den kleinen Bären“ vorgestellt. Für den 1. März wurde „Der Apfelbaum“ ausgesucht“. Wegen der Osterfeiertage „rutscht“ das April-Bilderbuchkino auf den zweiten Montag, 8. April, mit Buch „Kein Tag für Juli“. In der Mai-Ausgabe widmet man sich dem Buch „Die Hempels räumen auf“. Und am 7. Juni geht es um die Frage „Wie Findus zu Pettersson kam“.

„Prinzessin Isabella“ heißt das Stück, mit dem das Puppentheater Kolibri am Montag, 8. Februar, um 15.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Eckgasse 5, zu Gast ist. Für Kinder ab vier Jahren wird gezeigt, dass es gar nicht so schön, Prinzessin zu sein, wie Isabella beklagt.

Gespielt wird mit Tischfiguren und Schattenspiel.

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