Stadt Heusenstamm pflanzt 27 neue Bäume nach Sterben durch Hitze und Trockenheit

Ulmen statt Robinien

Ulmen ersetzen die Robinien entlang der Straße zwischen Heusenstamm und Rembrücken.
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Ulmen ersetzen die Robinien entlang der Straße zwischen Heusenstamm und Rembrücken.

Drei trockene Sommer in Folge, das hat auch städtischen Bäumen geschadet. Insgesamt 27 neue Bäume werden daher allein in diesem Frühling auf öffentlichen Flächen gepflanzt. Rund 26 000 Euro gibt die Kommune dafür aus.

Heusenstamm – Obwohl die Stadt ihre Bäume im Sommer regelmäßig bewässere, stehen die Pflanzen durch Hitze und Trockenheit unter Stress, erläutert Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu. Ein Mitarbeiter sei im vergangenen Sommer jeden Tag von morgens bis abends unterwegs gewesen, um die Bäume zu bewässern, ergänzt dazu Axel Jahn, im städtischen Fachdienst Umwelt zuständig für die Grünflächen. Zudem habe man zwei externe Firmen damit beauftragt: „Das war so intensiv wie nie zuvor.“

Robinien entlang der Rembrücker und Heusenstammer Straße

Dennoch hätten einige markante Bäume diese Hitzeperioden nicht überstanden. So habe man zum Beispiel die Winterlinden vor der Alten Schule in Rembrücken nicht retten können. Aber auch an der Alfred-Delp-Straße etwa oder an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße müssten nun Pflanzen ersetzt werden, berichtet Hajdu. Deutlich gelitten haben trotz Bewässerung auch die Sträucher am Kreisel Hoheberg- und Schillerstraße. Und seit drei oder vier Jahren sei man schon dabei, die Robinien entlang der Rembrücker und Heusenstammer Straße zwischen den beiden Stadtteilen nach und nach durch Ulmen zu ersetzen, so auch in diesem Frühjahr.

Neu gepflanzt werden nun auf dem Dorfplatz an der Hauptstraße in Rembrücken zum Beispiel sogenannte holländische Linden. Diese würden als wärmeliebend und trockenheitsverträglich eingestuft, erläutert der Erste Stadtrat. Und Linden sollten traditionell dort auf dem Platz vor der Alten Schule stehen: „Man muss sehen, ob das funktioniert.“ Als klimaverträglicher gelten danach auch Platanen.

Auch die Linden entlang der Schlossallee leiden unter den hohen Temperaturen

Insgesamt erwartet man bei der Stadt weitere Schäden durch die Hitzesommer. Es gebe etliche Baumarten, die mit den hohen Temperaturen und der Trockenheit nicht fertig würden. Auffällig etwa sei das Absterben von Birken. Aber auch Ahorn, Zierkirsche und andere Bäume mit eigentlich glatter Rinde zeigten Schäden. Rissbildung an der Rinde deute darauf hin, dass die Pflanzen einen Sonnenbrand erlitten hätten. Um dem vorzubeugen, streiche man die Stämme zum Teil weiß an, damit die Hitze reflektiert werde.

Auch die Linden entlang der Schlossallee leiden unter den hohen Temperaturen der vergangenen Sommer. Kleinere Äste werfen diese Bäume ab, eine typische Reaktion dieser Pflanzen. Dennoch beruhigt Axel Jahn in diesem Zusammenhang: „Den Bäumen an der Allee geht es eigentlich gut, weil sie einen guten Standort haben. Sie sind derzeit nicht gefährdet.“

Mehr Gedanken macht man sich bei der Stadtverwaltung über die Rotdorne entlang der Frankfurter Straße. Diese seien vor 20 Jahren nach dem damaligen Stand der Technik gesetzt worden, sagt Hajdu. Heute wisse man, dass Baumscheiben von zwei auf zwei Metern nicht ausreichten. Man betreue diese Bäume so gut es gehe, versichert Jahn, aber wirklich verbessern könne man deren Situation nicht. (Claudia Bechthold)

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