Warten auf drei Bäume

Umgestaltung von Grünfläche am krummen Graben in Heusenstamm dauert länger als erwartet

Die Baustelle an der Hans-Hemberger Straße soll nun abgeräumt werden.
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Die Baustelle an der Hans-Hemberger Straße soll nun abgeräumt werden.

Eine „unendliche Geschichte“ befürchteten Anwohner des Stadtteils Sommerfeld im Zusammenhang mit dem Standplatz für Glascontainer an der Ecke der Hans-Hemberger-Straße zur Straße Am krummen Graben. Eigentlich nur vier Wochen sollten die Arbeiten dauern, die zur Umgestaltung des kleinen Platzes direkt an der Überführung der Ringstraße Ende Oktober vergangenen Jahres begonnen hatten. Seit gestern zeichnet sich das Ende der Arbeiten nun endlich ab.

Heusenstamm - Schon im August 2019 hatte Bürgermeister Halil Öztas die Anwohner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, bei der ein Vorschlag zur Gestaltung der kleinen Fläche vorgelegt wurde. Um die Glascontainer sollte eine Sichtschutzwand gestellt werden, auch um den Lärm für die Anwohner zu verringern. „Nicht alle Bürger halten sich an die Zeiten, die für das Einwerfen von Glas vorgesehen sind“, berichtet Carola Maushake, die in der Nachbarschaft wohnt.

Ende Oktober vergangenen Jahres wurde dann mit der Umgestaltung begonnen. Etwa 130 Quadratmeter große Fläche wurden entsiegelt, eine vorhandene kleine Gehölzfläche durch das Entfernen der Pflasterflächen vergrößert und zu einem „grünen Platz mit Sitzbank, Strauchgruppen, Rasen und Einzelbäumen“ entwickelt. Der Gehweg wurde in den Platz verlegt. Am Rand sollten drei Bäume gepflanzt werden. Doch genau dies scheiterte zunächst. Denn beim Buddeln der Pflanzlöcher entdeckten die Arbeiter eine Gasleitung.

Seit etwa vier Wochen nun ist der Gasversorger damit befasst, jene Leitungen zu verlegen. Die Hans-Hemberger-Straße war dazu bislang gesperrt. Zunächst übrigens auch für Fußgänger, die das aber nach Beobachtungen der Anwohner ignorierten, sodass nachträglich ein Durchgang für Fußgänger geschaffen werden musste. Gestern nun haben die Arbeiter die Fahrbahn asphaltiert, sodass die Baustelle nun wieder abgeräumt werden kann.

Offen war indes bislang, was mit den Bäumen geschieht, die eigentlich auf der kleinen Ecke gepflanzt werden sollten. Bisher hatten die Gartenbauer sie auf der bereits hergerichteten Grünfläche „geparkt“. „Es hieß, man habe nun auch eine Stromleitung dort entdeckt und könne die Bäume deshalb nicht dort pflanzen“, berichtet Carola Maushake. Stattdessen, so hatten die Anwohner gehört, sollten die drei japanischen Schnurbäume gegenüber an den S-Bahndamm gestellt werden.

Axel Jahn, bei der Stadt für Grünflächen zuständig, versichert auf Anfrage, das werde nicht geschehen. Mit dem Energieversorger habe man die Situation beurteilt und festgehalten, dass die Stromleitung nicht störe. Dennoch werde man nur zwei der Bäume in die Kurve pflanzen, weil der Platz für drei zu klein sei. „Der dritte Baum bleibt hinter der Bank, wo er derzeit schon steht“, sagt Axel Jahn. Das freut die Anwohner, betont Carola Maushake. Glas werde indes auch weiter mitten in der Nacht eingeworfen. (Claudia Bechthold)

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