Wie Goldstücke entstehen

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Die Sicherheit geht vor: Eine Schutzbrille ist im Chemieunterricht Pflicht.

Heusenstamm - Über den Schulsanitätsdienst bis hin zu den Arbeitsgemeinschaften und dem bilingualen Geschichtsunterricht konnten sich interessierte Eltern und Schüler der vierten Klassen informieren. Von Peter Petrat

Um einen ersten Eindruck von der Adolf-Reichwein-Schule zu bekommen, öffnete diese am Wochenende ihre Türen für die angehenden Fünftklässler. Zusammen mit ihren Eltern erhielten sie Einblicke in die Unterrichtsarbeit sowie in die vielen verschiedenen Angebote der Haupt- und Realschule mit Förderstufe.

An Infowänden präsentierten sich die einzelnen Klassen mit Texten, Bildern und Werken ihres Schaffens. Bei den Rundgängen wurden die Besucher durch die Räumlichkeiten der Schule geführt und konnten auf ihrem Weg so allerhand sehen. In einer offenen Biologiestunde lernten die Schüler anhand kleiner Versuche, wie man ein ordentliches Versuchsprotokoll schreibt. An mehreren Stationen mit unterschiedlichen Experimenten gingen die Kinder interessanten Fragen auf den Grund und arbeiteten ein Versuchsprotokoll aus, das in den höheren Klassenstufen vorausgesetzt wird. Dafür untersuchten sie zum Beispiel, wie viel Salz im Wasser sein muss, damit das Ei darin oben schwimmt. Die anschließende Auswertung sollte den Viertklässlern helfen, zu ergründen und zu verstehen, warum das Ergebnis ist wie es ist.

Schulband zeigt ihr musikalisches Können

In einem der oberen Räume zeigte die Schulband ihr musikalisches Können, während es in einem der Chemie-Räume etwas seltsam roch. Mit Bunsenbrennern, Schutzbrille und Reagenzgläsern hantierten die Schüler hier und zeigten den Besuchern, wie man Goldstücke herstellt. „Das waren die Anfänge der Chemie, damals noch als Alchemie bekannt“, lernen die Eltern. Kein echtes Gold funkelt die Besucher an, sondern lediglich eine Messing-Legierung, die aber genauso schön schimmerte.

Die Sicherheit hat im Chemieunterricht höchste Priorität, deswegen mussten nicht nur die Schüler an den Apparaten Schutzbrillen tragen, sondern auch die Besucher, die einen Blick auf die blubbernden Flüssigkeiten werfen wollten.

Bunt waren die Ergebnisse der Dünnschichtchromatographie, einem chemischen Verfahren zum Trennen und Nachweisen von Inhaltsstoffen. Auf den runden Scheiben, die dafür verwendet werden, spalteten sich die getrennten Stoffe und wurden als Regenbogen sichtbar.

Mit Baukästen entstanden kleine Roboter

Große Augen machten vor allem die Väter bei den Präsentationen aus dem Informatik-Unterricht und der Naturwissenschafts-AG. Mit Baukästen entstanden im Unterricht kleine Roboter, die eigenständig einer schwarzen Linie folgen oder Karten nach Farbe sortieren können. Die dafür notwendige Programmierung und Steuerung der Motoren, Pressluft, Sensoren und Mechanik übernimmt dabei ein Computer.

Auch komplizierte Steuerungen für andere Aufgaben lassen sich mit etwas Fachkenntnis leicht zusammenbasteln. Die Signalschaltung einer Kreuzung, bei der alle Ampeln genau aufeinander abgestimmt sein müssen, zählte ebenfalls dazu. Auch die regenerativen Energien bilden einen wichtigen Teil der Bastelei. Wie funktionieren Solarzellen? Wie kann man sie einsetzten und wie die Energie speichern? Waren Fragen, mit denen sich die Schüler beschäftigten.

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