Unterricht ist besser als die Pausen

Im Sommer-Lerncamp gleichen Adolf-Reichwein-Schüler Defizite nach der Pandemie aus

Nicht nur Fußball zählte zu den Bewegungsangeboten, die den Schülerinnen und Schülern während des Sommer-Lerncamps gemacht wurden.
+
Nicht nur Fußball zählte zu den Bewegungsangeboten, die den Schülerinnen und Schülern während des Sommer-Lerncamps gemacht wurden.

Ferien in der Schule? Für 40 Kinder und Jugendliche aus den Klassen fünf bis neun der Adolf-Reichwein-Schule bot sich diese Chance im sogenannten Sommer-Lerncamp. Mit diesem Förderangebot zur Kompensation pandemiebedingter Lernrückstände konnten sie ihr Wissen in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik auf Vordermann bringen.

Heusenstamm – Da Lernen allein auf Dauer eher langweilig zu werden droht, gab es außerdem in halbstündigen Pausen vielfältige Bewegungsangebote. Diese reichten vom Fußball über „Korb-Versenken“ beim Basketball und Badminton bis hin zum Einüben von Jonglage-Fertigkeiten. Das sonnige Wetter bot dabei hervorragende Spielmöglichkeiten auf dem Sportplatz, wie Schulleiterin Margit Breen berichtet.

Der große Spaß, den sie im Kleingruppenunterricht hatten, spornte die Schülerinen und Schüler neben den vielseitigen Lernangeboten besonders an. Das ergaben laut Margit Breen Befragungen, die mit mehreren Beteiligten aus allen Jahrgangsstufen geführt wurden. So schwärmt Marc aus der siebten Klasse von der guten Atmosphäre, die sowohl im Unterricht, als auch bei den Spielen draußen geherrscht habe. Er und Joshua aus der gleichen Klasse kamen nach eigener Aussage zudem „mit den Aufgaben prima zurecht.“ Ihr Mitschüler Jaden stellt indes fest: „Ich find’s cool, dass ich die Flächeninhalte in Mathe so schnell verstanden habe.“

Auch Niklas, der jetzt in die sechste Klasse kommen wird, erzählt begeistert: „Am Anfang wollte ich nicht am Lerncamp teilnehmen und jetzt macht es mir so viel Spaß und ich habe so viel gelernt, zum Beispiel neue Rechenwege. Normalerweise würde ich die Pausen mehr mögen als den Unterricht, aber im Moment ist es umgekehrt.“ Seine Klassenkameradin Viktoria berichtet, dass sie die Lehrkräfte immer als sehr hilfsbereit empfunden habe und ihr die Lernspiele am besten gefallen hätten. Rasul aus der gleichen Klasse fügt energisch hinzu: „Ich habe alles verstanden und konnte die Aufgaben sehr schnell erledigen. Das Lerncamp würde ich allen meinen Freunden empfehlen: Arian, Mahir, Youness…“ Unterbrochen wird er von Emily, die sich anschließt: „Ich will nächstes Jahr unbedingt wieder teilnehmen.“ Und auch die Zwillinge Yasmin und Josefin stimmen zu: „Jap. Es hat alles Spaß gemacht.“

Badr, der die neunte Realschulklasse besucht, betont: „Alles ist uns von den Lehrerinnen und Lehrern gut erklärt worden, beispielsweise die Inhaltsangabe in Deutsch. Außerdem fand ich es super, dass im Fach Englisch auch ausschließlich Englisch gesprochen wurde.“ Sein Klassenkamerad Faras ergänzt Badrs Lob mit seiner Beobachtung: „Der Umgang der Lehrkräfte mit uns ist mir sehr positiv aufgefallen.“ Positiv bewerteten die Schüler auch, dass die Kurse alle von Lehrkräften der Adolf-Reichwein-Schule angeboten wurden, die die Schülerinnen und Schüler aus dem regulären Unterricht kannten.

Auch für die Lehrer und Lehrerinnen war das Lerncamp eine gute Erfahrung. Sie erlebten die jungen Menschen ganz anders als sonst, ohne Noten- und Zeitdruck, entspannt und motiviert in kleinen Gruppen. Insgesamt, so Margit Breen, ein Fazit, das sich sehen lassen könne. (clb)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare