Richtfest in Martinsee

Freude über den fertigen Rohbau
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Freude über den fertigen Rohbau (von links): Kreisbeigeordneter Carsten Müller, TSV-Vorstand Eugen Kern, Architekt Norbert Beck, TSV-Vorstand Ralf Schönmann, Abteilungsleiter Lothar Kruck, Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel, TSV-Ehrenvorsitzender Karl Rebell, Bürgermeister Peter Jakoby und TSV-Vorsitzender Thomas Horsch.

Heusenstamm - 660.000 Euro für ein eingeschossiges Gebäude mit 420 Quadratmeter Grundfläche. Das ist die Planung für das neue Vereinsheim der TSV-Fußballer an der Martinseestraße. Der Rohbau steht mittlerweile, auch das Dachgebälk ragt bereits in den wolkenverhangenen Himmel. Von Claudia Bechthold

Am frühen Donnerstagabend wurde Richtfest gefeiert.

Es geht schnell mit der Infrastruktur für die Fußball-Abteilung der TSV. Seit einem guten Jahr kicken sie nicht mehr an der Alten Linde, sondern auf zweieinhalb Feldern des eigens für sie verlängerten Sportzentrums Martinsee. Einen Rasen-, einen Kunstrasen- und und einen kleinen Platz haben sie dort zur Verfügung. Für Umkleiden und sanitäre Anlagen sowie einen kleinen Aufenthaltsraum gibt es bislang nur Container. Das soll sich mit dem Vereinsheim ändern.

Im Juli, so berichtete TSV-Vorsitzender Thomas Horsch zur Begrüßung, habe Innenminister Boris Rhein den Zuwendungsbescheid des Landes gebracht. Im August sei dann mit dem Rohbau begonnen worden. Mit dem Richtfest sei der erste Bauabschnitt nun abgeschlossen. „Und wenn alles gut läuft und das Wetter mitmacht, dann können wir vielleicht schon nach dem Ende der Winterpause einziehen“, drückte er seine Hoffnung aus. Denn das Heim werde dringend benötigt. Die Container seien wirklich nur Notbehelfe, bestätigte auch Abteilungsleiter Lothar Kruck.

„Ich denke, wir haben es richtig gemacht“

Dank richtete Thomas Horsch an alle, die mitgeholfen haben, das Projekt umzusetzen, darunter auch der Architekt Norbert Beck. Dabei betonte er besonders, dass der Verein auch Eigenleistungen erbringe. So würden zum Beispiel Malerarbeiten von Mitgliedern geleistet, ebenso Kanalarbeiten.

Zu den Gästen des kleinen Festes zählten neben Bürgermeister Peter Jakoby und dem TSV-Ehrenvorsitzenden Karl Rebell auch der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel, der nach dem traditionellen Richtspruch das Wort ergriff. Für eine einzige Abteilung eines zugegeben großen Vereins sei das „ganz großes Kino“, was die TSV-Fußballer da derzeit erhalten. „Ich bin froh für jede Sportstätte, die gebaut wird“, sagte Dinkel weiter, aber dies sei eine tolle Sache, zu der man dem Verein nur gratulieren könne.

Dabei habe die TSV auf der Prioritätenliste auf Platz sieben gestanden. Das hätte bedeutet, dass man aus Heusenstamm in sieben Jahren mal wieder nach einem Landeszuschuss hätte fragen können. „Aber wir haben einen Weg gefunden, den wir gehen konnten, der auch korrekt war“, ergänzte der Sportkreis-Vorsitzende. Und fügte hinzu: „Ich denke, wir haben es richtig gemacht.“

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