Jugendliche errichten gemeinsam eine Brücke

Verschachteltes Bauwerk nach Vorbild von Leonardo da Vinci

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Nach einer guten halbe Stunde stand die Brücke im Garten vor der evangelischen Kirche und hielt sogar einen der Jugendlichen aus.

Heusenstamm - „Brücken bauen“ lautete diesmal das Thema der Ökumenischen Woche, die katholische, evangelische und freie evangelische Gemeinde jedes Jahr nach Pfingsten veranstalten. Von Jana Holecek 

Jugendliche haben dies wörtlich genommen und im Garten vor der evangelischen Kirche eine Brücke gebaut. Spaß hatten die Jugendlichen mit der Aufgabe, aus losen Holzbalken eine Bogenbrücke zu errichten. Vor der Tat stand allerdings erst einmal jede Menge Denksport. Gemeinsam musste überlegt werden, wie man das Problem lösen konnte. Zwei gemeinsame Gottesdienste, ein Konzert, ein Gesprächsnachmittag für Senioren und eine Podiumsdiskussion bestimmten in diesem Jahr die Ökumenische Woche mit dem Motto „Brücken bauen“. „Wie kann man den Zusammenhalt in der Gesellschaft verbessern? Mit dieser Frage befassten sich Organisatoren und Teilnehmer.

Amüsiert stellten sich die jungen Leute der Aufgabe, eine Brücke zu errichten.

Im doppelten Sinn erfuhren zum Ende der Veranstaltungsreihe Jugendliche, wie das alles zusammenpasst: Brücken, Miteinander und Zusammenhalt. Denn die Teilnehmer sollten das Thema wörtlich nehmen, eine tragfähige Brücke bauen. Im Garten vor der evangelischen Kirche an der Frankfurter Straße trafen sich dazu etwa 20 Jugendliche mit Pfarrerin Tanja Sacher. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf. Jeder Gruppe wies Tanja Sacher „einen Haufen Holzbalken“ zu. Zunächst sollten die jungen Leute eigene Ideen entwickeln, wie man eine Bogenbrücke bauen könnte, die wenigstens einen der Teilnehmer tragen könnte.

Die Idee dahinter ist die Konstruktion einer Brücke aus dem Jahr 1483, die der italienische Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci entworfen hatte. Ursprünglich war sie wohl für den militärischen Gebrauch gedacht und sollte Soldaten dazu dienen, kleinere Hindernisse schnell zu überwinden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten begannen Jugendliche in einer der beiden Gruppen die Balken ineinander zu verschachteln. Damit waren sie auf dem richtigen Weg. Nun ließ Tanja Sacher die Gruppen für jeweils zehn Sekunden lang einen Blick auf den genialen Bauplan des berühmten Erfinders werfen. Das Geheimnis liegt in der Anordnung der Bretter. Diese werden so miteinander verschachtelt, dass sie ich gegenseitig stützen.

Bilder: Brücke in Langen angehoben

Das genügte, um den Brückenbau voran zu bringen. Zwar brachen zunächst einige Konstruktionen wieder zusammen. Aber nach einer halben Stunde stand eine Bogenbrücke – und hielt sogar bis zur zweiten Überquerung. Am Ende saß man noch lange zusammen bei Musik, Getränken und Gegrilltem.

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