Viele Tore auf einem Platz

Flutlicht-Elfmeterschießen der TSV-Fußballer mit Rekordbeteiligung 

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Über mehr als 600 Besucher durften sich die Organisatoren des Flutlicht-Elfmeterschießens der TSV Heusenstamm freuen.

Heusenstamm - Das Flutlicht-Elfmeterschießen der Turn- und Sportvereinigung Heusenstamm (TSV) ist inzwischen geliebte Tradition und findet immer mehr Anhänger. Zum siebten Mal haben es die Fußballer des Vereins in Martinsee organisiert. Von Burghard Wittekopf 

64 Mannschaften haben sich zum Flutlicht-Elfmeterschießen der TSV auf dem Kunstrasenfeld angemeldet: ein neuer Rekord. Nicht alle erscheinen, sodass 57 Mannschaften um den Sieg kämpfen. So viele Kicker müssen gut organisiert werden, denn allein in der Vorrunde kommt es zu 108 Begegnungen, am Ende sind es 124. In zwölf Gruppen mit je vier oder fünf Teams entscheidet sich, wer weiterkommt.

Am Ende zählt zwar die A-Note für das Weiterkommen, aber die B-Note sorgt für den Spaß, um den es geht. Zur B-Note gehören ein passender Name und ein geeignetes Outfit. An der Kleidung müssen die Freizeitkicker vielleicht noch etwas arbeiten, nicht alle Mannschaften haben einheitliche Trikots. Aber bei den Namen sind kreative Köpfe am Werk. „Begnadigte Körper“, „Bela Rethys Albtraum“, „Unsere Bäuche sind bar bezahlt“ oder „Dynamo Dauerdicht“ zeigen den Humor der Teilnehmer.

Hinter den Namen stecken oft kleine Geschichten. So hat das Team „Hab ich vergessen“ nach Aussage von Stefan Rajs einen Namen gesucht, den man sich „merken“ kann. Das Team von Michael Kern will wenigstens als Gewinner aufgerufen werden. Deshalb haben sie sich „Die Turniersieger“ genannt. „Klingt doch gut“, meint Kern. Stilecht in rosa T-Shirts tritt die Frauengruppe „Forever Young“ an. Selbstbewusst sagen sie: „Wenn schon Mädchen, dann richtig.“

Atemberaubende Akrobatik zeigt dazwischen das Juniorteam „Patriots x-ceed“. Die TSV-Cheerleader haben ihre Choreografie mit Flickflacks, Pyramiden und artistischen Tanzeinlagen gespickt.

Auf dem Kunstrasenplatz stehen jede Menge Tore bereit. Jeweils zwei Mannschaften einer Gruppe treten gegeneinander an. Jeder der fünf Spieler eines Teams – auch der Torwart – schießt einen Elfmeter. Vergeben werden drei Punkte, je ein Punkt oder gar keiner.

Natürlich steht der Spaß im Vordergrund, aber es wird gekämpft. Dabei wird auch mal zu unfairen Mitteln gegriffen. So tritt Michael Wünsch vom „Team Zahnseide“ zum Elfmeter an. „Kickers Offenbach, Kickers Offenbach“, tönt es aus der gegnerischen Mannschaft. Diese Rufe müssen den Eintracht-Frankfurt-Fan gestört haben, denn nur so ist zu erklären, dass der sonst so sichere Schütze verschießt.

Archivbilder:

Bilder: VfB Offenbach besiegt TSV Heusenstamm im Elfmeterschießen

Straff geführt wird das Turnier von Eugen Kern, Vorsitzender der Fußballabteilung. Er ruft die Mannschaften auf und sorgt für die Einhaltung des Zeitplans. Jens Krostewitz verwaltet die Tabellen und tippt die Ergebnisse in eine App, sodass jeder den aktuellen Stand abrufen kann.

Aber auch Abseits des Spielgeschehens hatten die mehr als 600 Besucher jede Menge Spaß. Leckeres vom Grill und bayerisches Bier fanden viele Abnehmer. Das Turnier ist für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Der Reinerlös kommt der Jugendabteilung der TSV Heusenstamm zugute.

Das Finale bestreiten „Club Aldiana“ und „Brasilia Heusenstamm“. Mit nur einem Tor Unterschied endet das letzte Spiel des langen Abends mit 5:4 für Brasilia Heusenstamm.

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