Viele Tore und Spaß dabei

Flutlicht-Elfmeterschießen in Heusenstamm
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Elfmeterschießen ohne vorheriges Spiel: Den 13 Teams aus Vereinen, Hobby- und Firmenmannschaften hat es Spaß gemacht.

Heusenstamm - Ein bisschen Essen, Trinken, Schwätzen und dazu beim Kicken auch noch Spaß haben: So einfach kann eine gute Idee sein. Von Peter Petrat

Den durchaus kreativen Einfall für das erste Heusenstammer Flutlicht-Elfmeterschießen hatte Jens Krostewitz aus dem Vorstand der TSV-Fußballer.
Zu deren Fußballtagen wurde das Turnier am Freitagabend erstmals ausgetragen.

„Das Licht ist entzündet“, schallt ein Ruf um genau 20.47 Uhr in Richtung Turnierleitung, die Organisator Krostewitz selbst übernommen hatte. Und, von Einigen mit einem Schmunzeln kommentiert, entsteht die typische Stadionatmosphäre für Fußballer. Unter dem hellen Schein der Flutlichtanlage des erweiterten Sportgeländes an der Martinseestraße konnte es nun richtig los gehen. 13 Mannschaften hatten sich für die Premiere angemeldet und spielten zunächst in zwei Gruppen gegeneinander. Pro Team traten fünf Schützen gegen das runde Leder, Sieger der Partie war, wer mehr Schüsse aus der Elfmeterdistanz im Kasten versenkt hatte.

Jeder Schütze hat seine eigene Technik

Vereine, Eltern, Feuerwehr oder Gaststättenbelegschaft, jung und alt, Männer und Frauen, alles war vertreten. Zwischen den einzelnen Begegnungen, die sich manchmal sogar zu richtigen Elfmeter-Krimis entwickelten, lockten ein kullernder Ball und ein großes Tor auch so manchen Zuschauer aufs Feld. Nur einmal schnell aufs Tor schießen – das passt.

Mal mit viel Anlauf, mal aus dem Stand, jeder Schütze hatte seine eigene Technik, um den Ball ins Tor zu befördern. Nicht nur die Mitspieler feuerten ihre Teamkollegen an, auch Freunde und Bekannte fieberten bei jedem Schuss mit. So konnte man auf der einen Seite Erleichterung und Freudensprünge über den gehaltenen Elfmeter beobachten, während nur wenige Meter weiter die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen wurden.

Schon nach den ersten Spielen begann die Rechnerei bei den Teams. „Das nächste Spiel müssen wir gewinnen, dann sind wir vor denen, die haben nur das bessere Torverhältnis“, hörte man am Getränkestand. Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz stand der Spaß ganz klar im Vordergrund. Wirklich böse war niemand, wenn das Ergebnis am Ende nicht mit den anfänglich gesteckten Erwartungen übereinstimmte.

Leckere Cocktails auf der Schlagerparty

„Du sollst doch keinen Spagat machen“, bekommt ein Torhüter spaßige Häme ab, als er bei einem guten Schuss keine Chance hat den Ball abzuwehren. „Der war aber hinter der Linie, Schiri!“, riefen die Spieler einer Mannschaft, die einfach nicht glauben konnten, dass der klasse Schuss tatsächlich gehalten wurde.

Im Anschluss an das Turnier wurde bei leckeren Cocktails noch Schlagerparty gefeiert. „Wir wollten mehr Leben in den Verein tragen und gemeinsam mit den Vereinen und Firmen aus Heusenstamm ein schönes Fest feiern“, sagt Initiator Jens Krostewitz, und ist mit dem Erfolg der neuen Idee sehr zufrieden. Und auch aus den Reihen der Teilnehmer kam viel Lob für das ungewöhnliche Event. „Eine tolle Sache, nächstes Jahr sind wir garantiert wieder mit dabei“, waren sich selbst die Kicker sicher, für die nach der Vorrunde im Turnier Schluss war.

Gewonnen hat übrigens das Eltern-Kind-Team vor den Old Stars und der Feuerwehr Heusenstamm.

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