Die Heusenstammer Band „Blackbirds“ veröffentlicht ihr erstes Album

Von sanft bis rockig

Im Proberaum der Blackbirds: Oliver Bick (von links), Robin Staudenmaier, Marco Krämer und Florian Hain.
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Im Proberaum der Blackbirds: Oliver Bick (von links), Robin Staudenmaier, Marco Krämer und Florian Hain.

Das Gesicht von Sänger Oliver Bick erscheint auf schwarzem Hintergrund und mit den ersten Worten setzt eine sanfte E-Gitarre ein. Es sind die ersten Sekunden des neuen Musikvideos der Rock- und Pop-Band Blackbirds mit dem Namen „Bridge“, die ihr gleichnamiges erstes Album kürzlich veröffentlicht hat. Die Band, die im Familienzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde an der Leibnizstraße ihren Proberaum hat, hat auch an einigen Stellen in Heusenstamm Aufnahmen für das neue Video gedreht.

Heusenstamm – „Wir kommen alle aus der Frankfurter Szene“, sagt Sänger und Gitarrist Oliver Bick, „es ist eine recht kleine Szene in Frankfurt, von daher kennt man sich untereinander.“ Bick, der aus der Beatles Revival Band oder Kissin’ Time – einer Kiss Coverband – manchem bekannt ist, hatte bereits selbst zunächst erste Songideen alleine aufgeschrieben, allerdings noch ohne Band. Mit der Zeit entstand dann die aktuelle Besetzung mit Florian Hain (Gitarre), Robin Staudenmaier (Schlagzeug) und Marco Krämer (Bass). Letzterer war zunächst als Tontechniker eingeplant, aber nach dem Ausstieg eines früheren Mitglieds übernahm er den Bass in der Band. Ende 2019 war das Quartett dann offiziell geboren. Die ersten Songs standen durch den Grundstock von Bick schnell, doch dann bremste Corona die Gruppe aus.

Kellerraum des Familienzentrums zu Probenraum umgebaut

Doch die Musiker, alle zwischen zwischen 23 und 41 Jahren, ließen sich davon nicht lange beirren und nutzten die Zeit fürs Proben. Dafür verwandelten sie einen Kellerraum des Familienzentrums an der Leibnizstraße in einen Proberaum um. Im Sommer vergangenen Jahres stand deshalb bei den Blackbirds nicht der Griff zu Gitarre oder Drumsticks im Mittelgrund, sondern der zu Kelle und Schraubenzieher. Der Raum wurde verputzt und gestrichen, für den passenden Klang wurde Teppich ausgelegt und Schallschutzmatten an der Wand befestigt. „Wir dürfen den Raum nutzen, wenn wir dafür auf dem Gemeindefest spielen“, sagt Bick, „aber durch Corona war das noch nicht möglich“.

In Eigenregie nahmen die vier ihre Songs auf. Dabei haben sie ihre Stücke teils auch sehr experimentell geschrieben: „Bei einem Song hatte ich einen Beat auf dem Schlagzeug und dann haben wir davon ausgehend den Song entwickelt“, erzählt Schlagzeuger Robin Staudenmaier. Bei den Aufnahmen für das Album kam der Band das Wissen von Bassist Marco Krämer zugute, der gerade sein Bachelor als Soundingeneur macht. Die Band lieh sich einiges an Equipment und nahm das Album dann selbst auf. Heute sei es nicht mehr nötig und außerdem viel zu teuer, ein Studio für eine Aufnahme zu buchen, so Bick. Für das eigene Musikvideo haben sie mit dem Profimusiker Thomas Wimmer zusammengearbeitet, der sich während der Coronazeit mit dem Produzieren von Videos ein zweites Standbein aufgebaut habe. Gedreht wurde an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet, unter anderem auch in Heusenstamm.

Ihren Klang verordnen die vier irgendwo zwischen Beatles, Foo Fighters, Ed Sheeran und der Rockband Kiss. „Wir haben von Balladen und rockigen Stücken alles auf dem Album und einen ganz eigenen Sound“, beschreibt Bick.

Die erste limitierte Auflage ihres Albums „Bridge“ ist zwar bereits vergriffen, allerdings ist das Album kostenlos auf Spotify zu hören oder kann auf Amazon als Download gekauft werden. (Lukas Reus)

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